AROMATHERAPIE: Es liegt etwas in der Luft, ist das der Frühling?

Schon in der Antike wurde sowohl für rituelle wie auch therapeutische Zwecke Räucherwerk eingesetzt. Hierbei werden u.a. die aromatischen Pflanzenteile (Harze, Weihrauch, Hölzer, Rinden, Blätter, Nadeln, Wurzeln, Blüten) langsam verbrannt und dabei ätherische Duftöle freigesetzt. Daraus leitet sich übrigens das Wort „Parfum“ (lat. per fumare: durch den Rauch) ab. Heute versteht man unter Aromatherapie die Anwendung natürlicher ätherischer Öle, um die Gesundheit auf körperlicher und psychischer Ebene zu erhalten und zu fördern. Ätherische Öle sind leicht verdunstende (ätherisch = leicht flüchtig) pflanzliche Öle mit typisch aromatischem Duft. Die in den meisten Ölen enthaltenen Monoterpene dringen schnell durch Zellmembranen und sind schon nach wenigen Minuten im Blut nachzuweisen. Sie können sowohl durch die Haut, als auch über die Nasen- und / oder Bronchienschleimhaut aufgenommen und anschließend über das Blut zu den Organen transportiert werden. Ätherische Öle haben eine deutliche Wirkung auf das zentrale Nervensystem und nehmen vor allem auf die Stimmungslage Einfluss. Sie können sowohl beruhigend als auch anregend wirken und die Stimmung positiv beeinflussen. Düfte interpretiert unser Gehirn als wohlriechend oder abstoßend. Über den Geruch entsteht ein Sinnesreiz, der Emotionen und Erinnerungen auslöst und verschiedene Körperfunktionen beeinflusst…

Anwendung:

Ätherische Öle können bei Nervosität und Stress wie auch bei verschiedenen Krankheiten wirkungsvoll eingesetzt werden. Je nach Situation sind jedoch unterschiedliche Aromaöle zu empfehlen. Man wendet sie zum Beispiel als Zusätze bei Voll- und Teilbädern, Inhalationen, Pflegecremes, Hautölen, Duftlampen oder Raumzerstäubern an. Eine Studie, die im Auftrag der Firma Prima Vera erstellt worden ist, bestätigt eine starke keimreduzierende Wirkung. Die Studie AÖ und ihre keimhemmende WIRKUNG: „Positives Raumklima“ – Prof. Griffon, Mitglied der französischen pharmazeutischen Akademie, untersuchte die Reinheit der Luft. Mit Hilfe eines Zerstäubers wurden verschiedene ätherische Öle versprüht. Man bestimmte vorher und nachher die Vitalität der Krankheitskeime. Bereits nach 30 Minuten ließen sich nur noch vier der ursprünglich 210 verschiedenen Bakterien nachweisen, wobei sämtliche Schimmelpilze und Staphylokokken-Kulturen vernichtet waren. Ein Beweis von vielen, dass 100 % naturreine ätherische Öle ein vorzügliches Mittel zur Desinfektion der Luft darstellen. (Quelle: z. B. Prof. Griffon – Untersuchung 1963 aus „Bausteine für ein positives Mikroklima“, Kinadeter – Möhring, Poppe – Seite 278, Delphin-Verlag, München 1988)

Tipp:

Achten Sie auf die Herstellerangaben – Sie sollten sich für Öle aus natur-reinen biologischen Pflanzenstoffen entscheiden. Grundsätzlich müssen ätherische Öle sorgfältig dosiert werden, denn es können Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen auftreten. Vor allem bei Kindern, Schwangeren und geschwächten Personen sollte man mit der Anwendung ätherischer Öle sehr vorsichtig sein. Unverdünnt können sie auf empfindlicher Haut zu Reizungen oder gar Verätzungen führen. Bei Kleinkindern sollte auf die Anwendung ätherischer Öle ganz verzichtet werden.

Ich wünsche Ihnen wundervolle Dufterlebnisse und einen grandiosen, wohlriechenden Frühling.

Silke Pusch, Heilpraktikerin