CITICON 102 ist da!

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WUSSTEN Sie eigentlich, dass das Leben kein Ponyhof ist? Und dass, wenn man in zufriedene Honigkuchengesichter blicken möchte, man sich diese am besten einfach backen sollte? So hat es zumindest unsere Redakteurin Deniz gemacht, s. Foto! Haben Sie gewusst, dass die Geiger-Lechner Ausstellung der Hammer ist und bis Mitte September verlängert worden ist? Interessiert es Sie, was der Neue (Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Scharpf) so überhaupt gar nicht leiden kann, oder was der evangelische Dekan Thomas Schwarz über verkaufsoffene Sonntage denkt? Möchten Sie mit Kulturpreisträgerin Waltraud Götz und ihren humorvollen Gedichten um die Wette lachen oder erfahren, wieso im Deutschen Medizinhistorischen Museum jetzt Alkohol verkauft wird? Dann laufen Sie los, um sich die druckfrische CITICON zu besorgen, die jetzt wieder an den bekannten Auslegestellen für Sie bereit liegt.
Viel Vergnügen mit Ausgabe 2 nach dem Corona-Lockdown!

10 Jahre Kräuter-wanderungen rund um Böhmfeld

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Beliebstester Ausgangspunkt ist der Beckerwirt, denn die Verbindung von Kulinarik, Wissen und Wandern ist unschlagbar.

Auf der Strecke sind insgesamt fünf Tafeln zu sehen, die an entsprechend ausgewählten Stellen bestimmte Aspekte rund um das vielfältige Thema „Kräuter“ näherbringen. Neben der Verwendung der Kräuter in der Küche spielen dabei mitunter auch gesundheitlich-medizinische Aspekte, Geschichtliches und Geschichten sowie Magisches eine Rolle. Man erfährt zum Beispiel, warum man vor 140 Millionen Jahren Badesachen hätte mitbringen können oder warum der Hopfen die bis ins Mittelalter verwendeten Kräuter verdrängt hat. Fotos ergänzen den Text, wobei das Hintergrundbild oft einen Ausschnitt aus dem umgebenden Lebensraum zeigt. Auf jeder Tafel befindet sich auch ein Kalender, in dem ausgewählte Pflanzen besprochen werden. In der Regel ist das Bild der jeweiligen Pflanze und dem Zeitraum ihrer Blütezeit zugeordnet. Durch eine farbige Leiste wird die Sammel- oder Erntezeit angegeben, welche sich auf das ganze Kraut oder bestimmte Pflanzenteile beziehen kann. Grundsätzlich
gilt: Sammeln Sie keine Kräuter, denn es besteht immer Verwechslungsgefahr mit eventuell giftigen Pflanzen! Außerdem gilt für manche Arten wie beispielsweise für die Schlüsselblume und alle Enzianarten Sammelverbot! Ein Highlight sind die allerdings die geführten Wanderungen mit den Kräuterpädagoginnen Johanna Schneider und Andrea Beck, die Bio- und Ayurvedaköchin ist und auch die Wirtin vom Beckerwirt. „Der Kräuterweg ist als Ausflugsidee, Teamevent und innere Einkehr (ich biete jetzt auch meditative Wanderungen an) konzipiert. Seit 10 Jahren füllen Johanna Schneider und ich nun den Weg in Böhmfeld mit Leben, teilen unser Kräuterwissen und geben allerlei Tipps zur Verwendung von Kräutern in der Küche, als Hausheilmittel, zur Naturwellness und als Herzöffner für die Natur, als Ursprung allen Seins und Werdens. Das Interesse an unseren Wanderungen ist nach wie vor groß, was uns unbandig g‘freid! “

Kräuterweg: Johanna Schneider und Andrea Beck (Foto: Sabina Schneider)

Im Beckerwirt erwartet Sie auch noch eine ganz besondere Picknick-Idee: die „Brozzeid-Kraxn“. Wir bestücken Ihr Picknick mit Bio- & Wildkräutern für Ihr „Essen im Grünen“! Bestellungen bitte einen Tag im Voraus unter Telefon 08406/91242. Die Abholung erfolgt an der Rezeption. Unsere „Brozzeid-Kraxn“ enthält ofenfrisches Dinkel-Baguette, Salat mit Kräutern und Balsamico Dressing, gegrilltes Gemüse, Kräuteraufstrich, Wachholderschinken und Käse, Joghurt mit Löwenzahnblütenhonig und Nüssen, süßes Gebäck und Kräuterlimonade. Gerne ergänzen wir den Korb mit ausgesuchtem Bio-Wein, Bierspezialitäten, Sekt, Wasser, Kaffee, Bratwurst im Glas… Alle Lebensmittel aus biologischem Anbau/Aufzucht D-Öko-006; Wildkräuter aus sorgfältiger Eigensammlung. In der Kraxn finden Sie Gläser, Teller, Besteck, Servietten, eine Picknickdecke und die angegebenen Speisen und Getränke für zwei Personen (Preis 50 Euro).

Aktuelle Termine für die Kräuterwanderungen:

Freitag, 19. Juni 2020 – „Sonnwendkräuter“ Kräuterwanderung mit Imbiss
Mittwoch, 24. Juni 2020 – Kochen mit Wildkräutern Gemeinsames Kochen mit Andrea
Freitag, 26. Juni 2020 – „Sommer in Orange“ Kräuterwanderung mit Picknick
Freitag, 3. Juli 2020 – Kulinarischer Spaziergang Kräuterwanderung & Imbiss
Freitag, 17. Juli 2020 – „Sommergrün“ Kräuterwanderung mit Picknick
Freitag, 11. September 2020 – „Genuss-Hecke“ Kräuterwanderung Saisonende
Sonntag, 29. November 2020 – „Winterwanderung“ Harmonie und Wohlbefinden


Weitere Infos unter www.beckerwirt.de

Urlaub in Kipfenberg

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Die Mitte Bayerns entdecken und aktiv erleben!

Sehenswürdigkeiten von der Römerzeit bis heute, herrliche Naturerlebnisse, Radeln am Altmühltalradweg-Wandertouren oder Kanufahren auf der Altmühl, genussvolle Momente in der Gastronomie und herzliche Gastgeber: Das ist Urlaub in Kipfenberg, in der Mitte Bayerns.

Der Markt Kipfenberg ist nicht nur am geographischen Mittelpunkt Bayerns gelegen – er vereint auch viele der schönsten Seiten Bayerns. Uraltes Kulturland seit der Römerzeit, die sanfte Landschaft des Naturparks Altmühltal und abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten lassen sich hier entdecken. Dem römischen Erbe der Region zum Beispiel ist das Römer und Bajuwaren Museum auf Burg Kipfenberg gewidmet. Das Schambachtal oder die Arnsberger Leite versprechen Naturgenuss pur.

Radeln, Wandern oder Bootwandern – rund um Kipfenberg ist man in der Aktivregion Naturpark Altmühltal gerne in Bewegung. Denn Kipfenberg ist eine attraktive Station auf den großen Vorzeigewegen der Region, etwa dem Altmühltal-Radweg oder dem Altmühltal-Panoramaweg. Aber auch lokale Rad- und Wanderrouten laden dazu ein, die Gegend aktiv zu erkunden. Eine besonders entspannte Möglichkeit, rund um Kipfenberg aktiv und draußen zu sein, ist eine Bootstour auf der Altmühl: Der gemächliche Fluss lädt auch Paddel-Neulinge zum Bootwandern ein. Vom Wasser aus entdeckt man die Landschaft aus einer völlig neuen Perspektive.

CITICON 101 ist online!

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WUSSTEN Sie eigentlich, dass die Niederlande, Österreich, Italien und Kroatien mit Lockerungen für den Tourismus beginnen? Auch die generellen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gelten nur noch bis zum 14. Juni. Damit scheint der Sommerurlaub trotz Maskenpflicht gesichert zu sein. Wussten Sie, dass es nun seit 10 Jahren Kräuterwanderungen rund um Böhmfeld gibt? Im Beckerwirt kann man sich übrigens die berühmten „Brozzeid-Kraxn“ abholen, die einen Kräutertag im Grünen unvergessen machen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum wir als Gesellschaft eine neue Kultur des GENUG etablieren sollten oder warum die Welt nach Corona nie wieder die Gleiche sein wird? Wenn Sie die Antworten interessieren, dann halten Sie Ausschau nach unserer neuesten Ausgabe von CITICON, die nach einer längeren Pause ab sofort wieder für Sie an den gewohnten Auslegestellen zu finden ist.
Viel Vergnügen beim Lesen…

Petra Volkwein auf der Jagd nach Ingolstädter Spezialitäten

Rudolf Sengl ist einer der letzten „privaten“ Bäcker in der Altstadt. Petra Volkwein, die gleich um‘s Eck wohnt, kennt, liebt und genießt das Angebot dieses Bäckers regelmäßig, dass sich in jedem Fall abhebt. Echte Ingolstädter Handarbeit kann man eben erkennen. Da lohnt es noch, sich ein Brot oder einen Windbeutel auszusuchen, weil man es lieber dunkler, größer oder mit mehr Zuckerguss mag… Wer hat‘s gebacken? Der Sengl Rudolf und vieles, was man in seiner Ladentheke oder im Schaufenster entdeckt, läuft ganz klar unter „Ingolstädter Spezialitäten“.

Erzählen‘s doch mal, Herr Sengl, was ist denn zum Beispiel ein Zeltl?

Ja, das ist eine schöne Spezialität. Zeltl sind wie Kücherl oder Auszogene. Sie werden aus Semmelteig aus´zogen und obendrauf kommt dann nach dem Backen eine Salz-Mehlmischung. Das ist recht herzhaft und es gibt auch nicht mehr allzu viele Bäcker in Ingolstadt, die Zeltl herstellen. Ist reine Handarbeit, das kann eine Maschine schlecht machen. Bei uns haben Zeltl aber Tradition, die gibt’s schon immer hier und die werden wir auch in Zukunft weiter machen. Das Gleiche gibt’s noch in Brezenform. Eigentlich ganz normale Brezeln, die aber nicht in die Lauge kommen, sondern nach dem Backen auch in die Salz-Mehlmischung.

Seit der Spitzweg Ausstellung im deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt vor einigen Jahren, seit dieser Zeit gibt es bei Ihnen den Spitzweck, der ist auch recht beliebt?

Frau Professor Dr. Habrich, mit der ich schon öfters zusammengearbeitet hatte, kam auf mich zu und fragte, ob mir zu der Spitzwegausstellung nicht etwas einfallen würd´! Der Spitzweg war ein begnadeter Künstler, unter anderem hat er aber auch Kochbücher geschrieben und illustriert – ich habe gehört, für seine Nichte. Jedenfalls hat er auf all seinen Gemälden unten an der Seite eine Raute gezeichnet. Diese Raute haben wir aufgefasst und dann ein Salzgebäck entwickelt, das mit Butter touriert ist. Das sind Butter-Teigschichten, die immer wieder ausgewalkt werden und oben sind grobes Salz und Kümmel darauf.

Sie haben auch eine ganz besondere Verbindung mit einem der beliebtesten Biergärten der Schanzer, dem Mooshäus‘l. Sie backen eine spezielle Brotsorte: Mooshäuslbrot, das Nonplusultra für die leckeren Brotzeiten dort. Werden sie auch die neuen Pächter mit diesen riesigen Brotlaiben beliefern?

So wie es ausschaut, geht es weiter mit diesem Produkt. Der Nachfolger hat Interesse daran signalisiert. Seit fast 40 Jahren beliefern wir jetzt das Mooshäus‘l, die Leute mögen‘s wohl. Viele der Gäste jammern, wenn wir mal Urlaub haben und das Brot von jemand anderem kommt. Unser Mooshäuslbrot ist eine Roggenmischung, ziemlich gut durchgebacken, oben drauf kommt eine Gewürzmischung, die wir selber machen, im Teig ist das gleiche Gewürz fein vermahlen. Das ergibt einen besonders herzhaften Geschmack.

Besonders, wenn die Korianderkörner zwischen den Zähnen knacken! Wunderbar! Dieser Tage war Allerheiligen, auch da gibt es ganz besondere Spezialitäten bei Ihnen, wie ich gesehen habe.

Das sind die süßen Allerheiligenspitz – die sind oval und laufen an den Enden spitz zu. Ein feiner Biskuitteig wird mit Creme und Konfitüre gefüllt, dann mit Zuckerglasur überzogen und dann mit Schokolade ausgarniert und mit festlichen Ornamenten verziert. Früher war es so, dass an Allerheiligen das Patenkind dem Paten immer etwas geschenkt hat und das war eben solch ein Spitz. Es gibt auch den salzigen Spitz, bei uns Kümmelspitz, ein Flechtgebäck und als süße Variante gibt es dann die süßen Allerheiligenspitz, das kommt jetzt wieder sehr in Mode.

Bei Ihnen gibt es auch noch andere Dinge, zum Beispiel den Aniszwieback, es gibt Löffelbiskuits und es gibt meine Lieblinge, die Mandelblätter.

Ich bin ziemlich viel rumgekommen während meiner Ausbildung und in jedem Betrieb sieht man irgendetwas Interessantes, das man dann selber auch herstellen möchte. Das war gerade bei den Mandelblättern so – eine Masse aus Mandeln, Butter, Zucker, Eiweiß, die ganz dünn auf ein Blech aufgestrichen wird, nach dem Backen sofort in runde Formen gesetzt wird, damit es die Wölbung gibt, im Geschmack in Richtung Marzipan.

Da ist noch so ein ganz spezielles Gewürz drin, das heißt: ich kann nicht aufhören, die zu essen! Was gibt es noch, was mögen sie besonders gern?

Ich? Apfelstrudel, der wird jeden Tag frisch gemacht. Ich war heute Vormittag schon im Garten und habe Äpfel geholt, die werden dann frisch geschnipselt und verarbeitet und das schmeckt man. Einfach gut, so wie ich selber es haben will!

Also, meine Lieben, man findet sie, die Spezialitäten in Ingolstadt. Dieses Mal war die Ausbeute in der Bäckerei Sengl richtig groß! Da wären dann noch riesige Windbeutel, niedliche Igel aus Baisermasse, meine heißgeliebten Bamberger Hörnchen, als Alternative zu Croissants zu nennen. Gott sei Dank gab es zum Zeitpunkt des Interviews noch keine Stollen oder Platzerl, sonst hätten wir kein Ende gefunden. Am besten hingehen und durchprobieren. Bäckerei Sengl, Harderstraße 15!