WUSSTEN SIE EIGENTLICH,…

DASS MAN VÖGELN, WENN ÜBERHAUPT, NUR IN DEN HÄRTESTEN WINTERMONATEN FUTTER ANBIETEN SOLLTE?

Wer heute einen Gartenmarkt betritt, findet häufig schon im Eingangsbereich unzählige Artikel rund ums Vögelfüttern. Ob Energiecreme oder Vogelkuchen, Mehlwürmer in Fett oder Nussstangen, Vier-Jahreszeiten-Menü oder 5-Kilo-Eimer Meisenknödel – es gibt nichts, was es nicht gibt. Offenbar macht es vielen Menschen Freude, Vögel zu füttern. Falls Sie dazugehören: Umweltorganisationen wie etwa der Bund Naturschutz (BUND) wollen Ihnen diese Freude nicht nehmen. Das Futterhäuschen vorm Fenster hat schon vielen die Natur nähergebracht. Angelockte Vögel aus der Nähe zu beobachten, kann Interesse und Begeisterung für die Natur vor der Haustür wecken und die Erkenntnis bringen, dass die Vögel Schutz verdienen. Wer weiß, vielleicht erwächst daraus ja ein langes Engagement für Umwelt und Natur? Oder die Lust, den eigenen Garten naturbewusster zu gestalten? Bleibt die Frage, ob man mit dem Vögelfüttern auch Vogelschutz betreibt? Richtig ist, dass einige Gartenvögel, die in sterilem Siedlungsgrün kaum noch Nahrung finden, tatsächlich profitieren. Selten oder gefährdet ist aber kaum eine der Arten, die unsere Gärten oder Balkone aufsucht. Noch offen ist, ob das Füttern nicht auch Verlierer produziert: etwa spät aus dem Süden heimkehrende Trauerschnäpper, deren Nisthöhlen längst von wohlgenährten Meisen besetzt sind. Eigentlich sind wilde Vögel auf ein jahreszeitlich wechselndes Nahrungs-angebot eingestellt; im Winter ist ihr Energiebedarf stark reduziert. Dem Artenschutz und der Vogelvielfalt ist also mit Futter nicht zu helfen. Weit sinnvoller investiert ist hier jeder Cent, der etwa in Produkte der ökologischen Landwirtschaft fließt. In einer Kulturlandschaft mit Weidetieren, Obstbäumen, Kleingewässern, Hecken und bunten Ackerrandstreifen leben viel mehr Vogelarten – auch solche, die heute stark gefährdet sind.

Damit das Füttern mehr nützt als schadet:

  • Bieten Sie klassisches Futter wie Sonnenblumenkerne an, keine verderblichen Essensreste, kein Brot und auch nichts Salziges. Meiden Sie Meisenknödel in Plastiknetzen, in denen sich Vögel verheddern können und füttern Sie maßvoll.
  • Bevorzugen Sie Futterspender und -silos, die den Inhalt vor Schmutz und Nässe schützen. Reinigen Sie Futterhäuschen und Vogeltränken regelmäßig, um Infektionsherde zu vermeiden.
  • Platzieren Sie Ihre Futterstelle so, dass Katzen keine Deckung finden, um sich anzuschleichen. Große Fensterflächen in der Nähe sollten Sie gegen Anflug sichern, damit sie nicht zur tödlichen Falle werden.
Mehr Tipps für den Winter finden Sie unter www.bund.net

LICHT 2.0

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LICHTKUNST

LICHT KUNST VOM 29. NOVEMBER 2020 BIS 10. JANUAR 2021 IN PFAFFENHOFEN

Zwei Ingolstädter Künstler nehmen an der im Außenbereich angelegten Ausstellung des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins, kuratiert von Steffen Kopetzky, teil. Weihnachtsmärkte gibt es in diesem Jahr keine und auch sonst steuern wir auf ein eher düsteres Fest zu. Mit Lichtkunst, Kinetik und Projektionen positioniert die Stadt Pfaffenhofen in der Innenstadt ein „LICHT AM ENDE DES TUNNELS“, so auch der gleichnamige Titel des Ingolstädter Licht-Künstlers MARKUS JORDAN für seine Installation.

Markus Jordan und Victor Cartagena im Atelier Jordan, Foto: Sonja Hein

Der mehrfach ausgezeichnete „Lichtalchemist“ Jordan, der seit 1996 mit dem Medium Licht arbeitet, hat hierfür einen 4 x 4 m großen rotierenden Kubus erschaffen, auf dessen Oberfläche fluoreszierende Fäden einen Zylinder erzeugen, der sich zu einem Hyperboloid und wieder zurück verformt. Platziert im düsteren Bereich des Ilmufers, kann die Installation ihre magische Wirkung entfalten, besticht durch die Wirkung aus der Ferne und beeindruckt durch ihre Dimension aus nächster Nähe. Das Spiel mit der Perspektive lässt im Betrachter ein Gefühl aufkommen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Weitere Infos unter www.jordanoptix.de

LICHT AM ENDE DES TUNNELS, Markus Jordan, Foto: © Marus Jordan

Der multidisziplinäre Künstler VICTOR D. CARTAGENA (San Francisco, CA) begann seine Karriere in den frühen 1980er Jahren, seither zeigte er seine Werke in Galerien und Museen in zahlreichen Staaten der USA, Lateinamerika, Japan und Europa. Seine Arbeiten wurden in vielen privaten sowie Kunstsammlungen von Museen aufgenommen. In den USA wurde er wiederholt mit hochdotierten Kunstpreisen ausgezeichnet. Man findet seine Karriere dokumentiert in unzähligen Publikationen weltweit. Er lebt seit August 2020 in Ingolstadt und ist aktives Mitglied im BBK Obb. Nord Ingolstadt e.V. sowie im Kultur Kap e.V. Ingolstadt. In der LICHT 2.0 bespielt er zwei Orte. Den Hungerturm, den er in einen „SCHULDENTURM“ verwandelt: Beleuchtet von innen, konfrontieren den Betrachter aus allen Fenstern die Blicke der Gefangenen, gleichsam Zeugen innerer Kämpfe und stellvertretend für alle Opfer einer kapitalistisch geprägten Welt, in der der Reichtum weniger auf der Armut, Verschuldung und Ausbeutung vieler beruht. Zwei winzige Scharten im unteren Bereich des Turms geben den Blick frei auf eine herzartige Skulptur, der intonierte Herzschlag untermauert den beklemmenden Eindruck dieser sozialkritischen Installation.

SCHULDENTURM,Victor Cartagena, Foto: © Orazio Misuri

Teil II befindet sich an der Galerie Ars Videndi: „EXODUS“. Hier zeigt der Künstler in einer Lichtprojektion Gesichter von Menschen, die gezwungen sind aufgrund globaler ökonomischer Katastrophen ihre Heimat zu verlassen. Lesen Sie mehr unter www.victor-d-cartagena.com

TEXT:  Sonja Hein

EIN JAHRESRÜCKBLICK

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DAS STADTMUSEUM IM CORONAJAHR

PETRA VOLKWEIN IM GESPRÄCH MIT DER MUSEUMSDIREKTORIN, DR. BEATRIX SCHÖNEWALD

2020 war ein schwieriges Jahr für die Museumslandschaft. Es hat höchste Flexibilität von Ihnen verlangt? Das stimmt in der Tat, Flexibilität ist aber auch etwas, was wir in den Jahren zuvor immer schon haben mussten, sei es Haushaltslage oder Pandemie, trotzdem ist es so, dass man neben der Freude an der Arbeit auch die Flexibilität entwickelt. Für 2020 war die Eröffnung des Fleißer-Hauses geplant, die wegen der Pandemie von Mai auf Oktober verschoben werden musste. Eröffnungen zu verschieben ist nicht unbedingt schlecht, denn so konnten wir durch die Verzögerung etwas mehr machen. Flexibilität heißt bei uns von heute auf morgen im Programm umschalten, von Öffentlichkeitsarbeit auf den Innendienst. Wer die letzten Jahre verfolgt hat, weiß, dass Innendienst der Museumsarbeit durchaus guttut. Wir sind in uns gegangen, hatten keine Besucher und so viel Zeit, unser Museum gründlich aufzuräumen! Und das habe ich wirklich geschätzt. Man findet Dinge wieder, die man vor Jahren angekauft und fast vergessen hatte und kann sich in Ruhe damit auseinandersetzen. Wir konnten drei Monate lang eine Art Nabelschau betreiben. Das passt schon, aber wir alle sind auch froh, wenn der Außendienst wieder beginnt, weil ein Museum ja nicht nur aus Inventar besteht, sondern aus dem Dialog mit den Besucher*innen. Die nötige Flexibilität zu bewahren und den Optimismus nicht zu verlieren, das wird mit jedem Tag ohne Publikumsverkehr schwieriger. Das heißt, in der Rückschau kann man positiv sagen, wir konnten aktiv an einer Museumsöffnung arbeiten, wir hatten die Möglichkeit, uns wirklich auf diese Aufgabe zu konzentrieren, aber leider mussten wir drei Wochen nach der Eröffnung schon wieder schließen.

Es fehlen aber nicht nur die erwachsenen Besucher, auch die Schüler, die normalerweise herkommen, um lebendigen Heimat- und Sachkundeunterricht zu vertiefen und Geschichte zu erleben, dürften ebenfalls ausgeblieben sein? Also, die Schulen fallen schon sehr ins Gewicht, einerseits für die Besucherzahlen, andererseits vermissen wir den Austausch mit den Lehrkräften, den Schüler*innen. Ich wage zu prognostizieren, dass man da mindestens eineinhalb Jahre Ausfall hat – in Anbetracht dessen, was sich in der Stadt und der Umgebung ereignet hat. Die Identität, auch die Vermittlung wird immer schwieriger. Man kann es im Unterricht sagen, aber am besten ist es doch, vor Ort in der Innenstadt, der Altstadt, den historischen Bauten wie dem Münster, dem Schloß, der Hohen Schule, aber auch hier im Stadtmuseum Geschichte zu erleben. Über Streaming kann ich das nicht vermitteln, ich brauche das Original, ich brauche das räumliche Sehen, Denken, Fühlen von dem, was war und das geht uns so richtig ab.

Gibt es noch etwas, dass Sie vermisst haben, weil es im zu Ende gehenden Jahr nicht möglich war? Ja. Unsere Ausstellungen so durchzuführen, wie sie geplant waren. Die Historismus Ausstellung, wo wir Ingolstadt in den späten 90er Jahren des 19. Jahrhunderts zeigen wollten, eine Scharnierzeit der Ingolstädter Geschichte, so etwas nicht zeigen zu können, tut richtig weh, weil wir uns ja darauf vorbereitet haben und mitten im Lauf ausgebremst wurden. Was ich auch sehr bedaure, sind die ausgefallenen Konzerte im Bauerngerätemuseum in Hundszell, die Märkte dort, die Volksmusik oder die Reihe „Tango mit der Ziach“, ebenso wie die Konzerte hier im Haus. Das stimmt traurig, wenn man Außerordentliches wie die Nacht der Museen in allen Häusern, die Vorträge und all das, was als Begleitung zu Dauerausstellungen ein Museum ausmacht, nicht durchführen kann.

Sie haben gerade die verschiedenen Örtlichkeiten, die Sie als Direktorin des Stadtmuseums bespielen, erwähnt – wie sehen denn die Pläne für das kommende Jahr aus? Auf dem Plan stehen natürlich die aufgeschobenen Projekte aus diesem Jahr, aber auch neue Ideen mit einer Künstlerin aus der Region, die das Thema Kunst und Frauen bearbeitet. Es wird darum gehen, das Fleißerhaus museumspädagogisch zu präsentieren, mit den ganzen Facetten für Schulen. Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch die NS-Forschung – das Gedenken und Erinnern darf nicht abbrechen. Wir werden mit einer hervorragenden Ausstellung dieses Thema weiterentwickeln. Der Titel lautet „KZ überlebt“ mit Fotografien von Stefan Hanke. Zwischen Kinderbuchautorin und Gedenken an die NS-Opfer zeigen wir die ganze Bandbreite, die das Leben ebenso wie die Gesellschaft prägt, und die ein Museum leisten kann. Wir hoffen, all diese Facetten wieder bespielen zu dürfen, im Haupthaus und im Fleißerhaus. Das Bauerngerätemuseum mit der Veranstaltungshalle ist eine Kategorie für sich.

ANMERKUNG: ANMERKUNG: Die Autorin hofft, dass die Pläne im kommenden Jahr umgesetzt werden können…

TEXT: Petra Volkwein, FOTOS: © Stadt Ingolstadt / Gebhard, Schalles + Roessle

Aus Holzscheiten einen Christbaum zaubern

DIY-WEIHNACHTSBAUM MAL ANDERS

Alle Jahre wieder… beginnt die Suche nach dem perfekten Tannenbaum. Wer seine Liebsten zum diesjährigen Weihnachtsfest mit einem Baum der besonderen Art überraschen möchte, kann ihn aus Holzscheiten selbst
bauen. Und nach Weihnachten spenden die Scheite im Ofen oder Kamin wohlige Wärme. Ein selbst gebauter Baum aus Holzscheiten kann die Wohnung wunderbar schmücken und wird erstaunte und bewundernde Blicke auf sich ziehen. Und das Beste: Dieser Weihnachtsbaum ist garantiert nadelfrei, sodass man sich lange an ihm erfreuen kann.

Foto: © Bosch

Für dieses Bauprojekt benötigt man unterschiedlich große Holzscheite, am besten aus Birke. Wer einen Kamin oder -ofen besitzt, wird genügend Material im Hause haben. Alle anderen erhalten das Kaminholz im Baumarkt oder im Gartencenter. Ein stabiler Metallständer, ein Besenstiel beziehungsweise ein Rundstab als Baumstamm, passende Schraubhaken und jede Menge großer Konstruktionsschrauben vervollständigen die Materialliste.

Produkt-Info:

  • Akku-Bohrschrauber
  • PSR 14,4 Li-2 und Holzbohrer von Bosch
  • Säbelsäge PSA 18 Li von Bosch
  • Universalschrauben T-Star plus von Spax

Materialliste:

  • Metallständer
  • Besenstiel oder Rundstab, Holzkeile zum Fixieren
  • Schraubhaken und unterschiedlich lange Konstruktionsschrauben
  • Lichterkette, Christbaumkugeln und andere Weihnachtsdeko
Foto: © Bosch

SCHRITT-FÜR-SCHRITT-ANLEITUNG:

Schritt 1: Stamm und Holzscheite vorbereiten
Zuerst den Rundstab oder den Besenstiel in den Metallständer stellen und, falls nötig, mit kleinen Holzkeilen fixieren, so dass er geradesteht und nicht umkippt. Danach die Holzscheite mit der Säbelsäge in unterschiedlichen Längen zuschneiden.

Schritt 2: Hölzer vorbohren und mit Schraubhaken versehen
Mit dem Akku-Bohrschrauber in jedes Holzscheit ein zirka drei bis vier Zentimeter tiefes Loch für die Schraubhaken vorbohren. Anschließend alle Haken eindrehen und festziehen.

Schritt 3: Christbaum aufbauen
Holzscheit für Holzscheit entsteht nun der Weihnachtsbaum. Dazu die Hölzer der Länge nach mit den Schraubhaken auf den Rundstab stecken; die kürzesten Scheite bilden die Spitze.

Schritt 4: Schrauben befestigen
Die Konstruktionsschrauben dienen als „Kerzen“ und werden senkrecht mit dem Akku-Schrauber ein bis zwei Zentimeter tief in die Hölzer geschraubt. Damit ein stimmiges Gesamtbild entsteht, sollten die Schrauben gleichmäßig verteilt sein.

Schritt 5: Christbaum schmücken
Eine Lichterkette und Christbaumschmuck, der sich mit etwas Schleifenband, Reißzwecken oder einem Tacker befestigen lässt, sorgen für festlichen Weihnachtsglanz.

Weitere Ideen finden Sie unter: www.diy-academy.eu

ALLES FÜR DIE FESTTAGE 2020

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Cigar, Malt & More

Hier finden Sie eine riesige Auswahl an Whisky, Rum, Gin, Wein, Spirituosen aller Art und natürlich Zigarren und Pfeifen. Mittlerweile gibt es im Sortiment auch exklusive Whisky-, Rum- und Gin-Abfüllungen. Besonders beliebt sind die Tastings zu den Themen Whisky, Gin, Rum und Spirituosen (Whisky-Tasting – Samstag, 6.2.2021 • Rum-Tasting – Samstag, 27.2.2021), die zwar in der momentanen Situation nur online möglich sind, aber prima unter den Weihnachtsbaum passen! Einfach Geschenk-Packerl mit den Abfüllungen bei Cigar, Malt & More in Ingolstadt im Laden kaufen, verschenken und bis zum 2.2.2021 zum Zoom-Meeting anmelden.

www.cigar-in.de

Jamón & Vino – Spanische Feinkost

In diesem wundervollen Weinladen in Ingolstadt mit Verkaufstheke und einigen Sitzplätzen finden Sie spanische Weine von kleinen Weingütern, Oliven und Olivenöle mit internationalen Auszeichnungen, ausgezeichneten spanischen Käse wie den berühmten „Queso Manchego”, landestypische Wurstwaren und natürlich spanischen Schinken. Alle Produkte können auch vorab probiert werden! Der Renner zu Weihnachten sind die Geschenkkörbe, die Sie sich auch individuell zusammenstellen können.

www.jamon-vino.net

Foto: © shutterstock.com

Joseph Huber – Immer einen Schritt voraus…

Sie suchen nach echten Festtagsschmankerln, besonderen Cuts für Steaks und Braten vom Fleischsommelier? Dann geht Ihnen in den Metzgereien von Joseph Huber das Herz auf. „Tierliebe und bewusster Fleischgenuss müssen sich nicht ausschließen! Deshalb setzen wir auf Mastbetriebe, die auch das Wohl der Tiere im Auge haben und Ökologie mit Ökonomie in Einklang bringen“, erklärt Joseph Huber, Metzger aus Leidenschaft. „Wir stellen all unsere Produkte grundsätzlich nach dem Maßstab „quantum satis” her. Das heißt, wir verzichten bei Wurstwaren auf zugesetzte Allergene, Geschmacksverstärker und Glutamat. Natürlich verwenden wir demnach auch nur Steinsalz ohne Rieselhilfsmittel.“

www.joseph-huber.de

Foto: © Adobe Stock

Die Heindlhof Hofläden

Regional, frisch und preiswert – das sind die Hauptgründe, weshalb man in den Heindlhof Hofläden in Ingolstadt / Friedrichshofen oder Gerolfing einkauft. Hier gibt es alles, was man für ein leckeres Festmenü braucht: selbstgemachte Nudeln, saisonal frisches Obst und Gemüse, Eier von glücklichen Hühnern, Rotwild, Gänse und Enten aus der eigenen Zucht. Ergänzt wird das Angebot mit Produkten anderer Selbsterzeuger wie zum Beispiel Käse aus dem Allgäu, Weine direkt vom Winzer sowie Äpfel und Birnen aus der Region. Besonders zu empfehlen sind der hausgemachte Eierlikör.

www.heindlhof-gerolfing.de

Foto: © shutterstock.com

BIO-WEIHNACHTSBÄUME AUS DER REGION

Alle Jahre wieder stellt sich für Menschen mit ausgeprägtem ökologischen Gewissen die Frage neu: Was machen wir in diesem Jahr mit dem Weihnachtsbaum – wieder einen kaufen, eine Alternative aus Holz anschaffen – Plastik geht gar nicht – oder doch ganz verzichten? Letzteres fällt wirklich schwer, mir zumindest. 50 Weihnachtsfeste mit einem Baum als Dreh- und Angelpunkt im Weihnachtszimmer. Erinnerungen werden wach. An den Baum, der kippte, an den super schiefen mit den vielen Löchern, egal wie man ihn drehte, an den viel zu großen, dessen Spitze ein Stockwerk höher noch einen Meter aus dem Boden geragt hätte und an den Satz meines Vaters (er wiederholte sich Jahr für Jahr in meiner Kindheit): „So einen schönen Baum hatten wir noch nie!“ Ich denke an den Tannenduft, der sich immer im ganzen Raum ausbreitete und an die Panik, wenn sich ein Kind dem Baum näherte, während die echten Kerzen brannten. Lange fuhren wir noch zweigleisig, irgendwann stiegen meine Eltern dann auf elektrisch um – schont die Nerven…

Neben all der Nostalgie ist es angesichts der Klimakrise schon etwas pervers, sich den Luxus eines Baumes zu gönnen, der nur für diesen einen Zweck geschlagen wurde und in der Regel viele Kilometer transportiert werden musste. Wo Geld zu verdienen ist, gibt es natürlich auch jede Menge Schlaumeier, die die Bäume hochspritzen, Wasser und Boden belasten und zu guter Letzt dünstet ein vergiftetes Etwas in meiner guten Stube vor sich hin – schnell noch ein paar belastete Lichterketten drüber werfen und fertig ist die heilige Chose. Für mich zählt auch das Argument „Die werden weggeschmissen, wenn sie keiner kauft!“ nicht mehr. Zuletzt habe ich entweder bei einem Verein oder bei der Jugend gekauft, die sich mit dem Baumverkauf ihre Kassen aufbessern oder eine Freizeit finanzieren, aber ich wollte nie wissen, wo die nadelnden Ungeheuer herkamen und wie sie produziert wurden. Das schaffe ich heute nicht mehr! Und so war ich im vergangenen Jahr kurz davor, auf meine Weihnachtsbaumträume zu verzichten, als ich auf die BIO-Weihnachtsbäume der Familie Bauer stieß. Mein schlechtes Gewissen war verflogen, denn diese Bäume erfüllen all meine Kriterien – bio, regional und ökologisch sinnvoll, wenngleich die Bäume nur ein kurzes Dasein haben und danach auf dem Wertstoffhof landen.

Ein Kommentar von Steffi Kürten

SCHOKO-BIRNEN-CLAFOUTIS MIT KARAMELLSAUCE

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ZUTATEN für den Teig:
4 Eier
100 g Zucker
150 g Mehl
1 Prise Salz
3 Esslöffel Backkakao
100 g Butter, geschmolzen
200 ml Milch
3 reife Birnen

ZUTATEN für die Karamellsauce:
250 g Puderzucker
2 Teelöffel Wasser
200 ml Sahne (Doppelrahmstufe)
1 Teelöffel Salz

DIE PERFEKTE KOMBINATION
AUS SCHOKOLADE UND SÜSSEM BIRNENAROMA

Der Clafoutis ist ein typisch französischer Kuchen, der mit einfachsten Zutaten gebacken werden kann.

ZUBEREITUNG: Für den Clafoutis-Teig zunächst die Eier und den Zucker in einer Schüssel schaumig rühren. Dann das Mehl, das Salz und den Kakao schrittweise unterrühren, bis ein homogener Teig entsteht. Zum Schluss die geschmolzene Butter und die Milch einrühren und beiseitestellen. Den Ofen auf 200 °C (Umluft: 280 °C, Gasherd: Stufe 6) vorheizen. Die Birnen schälen, das Kernhaus entfernen und halbieren. Nun eine Auflaufform mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Dann den Clafoutis-Teig hineingeben und die Birnen mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig legen. Im vorgeheizten Backofen für ca. 40 Minuten backen. Während der Clafoutis im Ofen ist, wird die Karamellsauce zubereitet. Dazu Zucker und Wasser in einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze zum Köcheln bringen. Für ca. 5 Minuten karamellisieren lassen. Sobald der Zucker eine goldbraune Färbung annimmt, den Topf vom Herd nehmen und die Sahne vorsichtig mit einem Kochlöffel unterrühren. Nun noch das Salz dazugeben und vermengen, in ein Einmachglas füllen und abkühlen lassen. Den Clafoutis zum Servieren mit ein wenig Karamellsauce beträufeln oder die Sauce zum Clafoutis reichen.

Foto: © www.lecreuset.com

Tipp: Die übriggebliebene Karamellsauce kann in einem Einmachglas an einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Sie schmeckt nicht nur zu Clafoutis, sondern auch als Brotbelag oder warm auf Crêpes.

QUELLE: TrendXpress.org, Rezept: LE CREUSET, Zubereitungszeit: 1 Stunde, Portionen: 6

SALZKARAMELL

Süß, klebrig und etwas ganz Besonderes! Dieses einfache Karamellrezept eignet sich perfekt für eine Karamellsauce zum Beispiel für Eis oder als köstliche Füllung für Desserts.

ZUTATEN:
150 g Zucker • 2 EL Wasser
200 ml Sahne, Doppelrahmstufe
80 g gesalzene Butter, gewürfelt
1 TL Meersalz (Fleur de Sel)

Foto: © shutterstock.com

ZUBEREITUNG: Zuerst den Zucker und das Wasser in den Topf geben. Bei mittlerer Hitze für 4–5 Minuten erwärmen. Dabei ständig beobachten, damit der Zucker nicht verbrennt. Sobald das Karamell eine schöne goldene Farbe hat, vom Herd nehmen. Vorsichtig die Sahne zugeben – dabei sollten ein paar Blasen entstehen – und mithilfe eines Teigschabers aus Silikon vermengen. Bei niedriger Hitze wieder auf den Herd stellen und anschließend die Butter zugeben. Umrühren, bis die Butter vollständig geschmolzen ist und sich ein glattes Karamell bildet. Zum Schluss das Meersalz einstreuen und abkühlen lassen.

QUELLE: TrendXpress.org, Rezept: LE CREUSET, Zubereitungszeit: 1 Minuten, Portionen: 2

KRIPPENQUIZ & GEWINNSPIEL IM WEIHNACHTLICHEN EICHSTÄTT

Die barocke Bischofsstadt stimmt mit besonderen Aktionen auf besinnliche Adventszeit ein…

Ganz Eichstätt ist hell erleuchtet: Überall glitzert und funkelt es, auf vielen Plätzen erstrahlen geschmückte Weihnachtsbäume und in den Straßen der barocken Altstadt verbreiten warme Lichter stimmungsvollen Glanz. Auch in den Eichstätter Geschäften geht der Weihnachtszauber weiter. In ausgewählten Läden gibt es Kunsthandwerk, Töpferwaren, Selbstgemachtes, Schmuck, Besonderes aus Filz, Zinn oder Holz, Seifen, Dekoartikel, Spirituosen, Kaffee und selbstgemachte Lebkuchen. Bei einem Einkaufsbummel in weihnachtlicher Atmosphäre findet jeder das passende Geschenk!

Und nicht nur das: Wer zwischen dem ersten Advent und Heilig Dreikönig bei drei von ca. 30 teilnehmenden Geschäften etwas einkauft, kann beim Weihnachtsgewinnspiel von proEichstätt mitmachen. Unabhängig vom Wert erhält man im Geschäft jeweils einen Stempel auf ein Stempelkärtchen, mit dem man an der Verlosung teilnimmt. Auf die Gewinner warten viele tolle Preise, unter anderem ein Wellnesswochenende im Hotel Schönblick.

Eine Krippe des Mörnsheimer Krippenbaumeisters Klaus Henle gibt es beim Krippenquiz zu gewinnen: In den Geschäften der Alt- und Spitalstadt sind etwa 30 unterschiedliche Krippen ausgestellt – alpenländische, fränkische, aber auch orientalische und Wurzel- oder Ruinenkrippen; nun heißt es staunen und aufmerksam sein beim Weihnachtseinkauf auf dem Krippenweg. Stempelkarte und Flyer zum Krippenquiz liegen in den teilnehmenden Geschäften aus.

LOCAL SHOPPING

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Wir sind weiterhin wie gewohnt für Sie da!

ERLEBE DEINE STADT: Natürlich ist es bequemer, seine Einkäufe mit einem Klick im Internet zu tätigen, aber ist das wirklich klug oder nachhaltig? Werden Sie zum LOCAL HERO! Der Einzelhandel hat trotz CORONA für Sie geöffnet und punktet mit Beratung und echtem Einkaufsgefühl.

#against corona

ARMEEMUSEUM INGOLSTADT IM LOCKDOWN

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Das Bayerische Armeemuseum in Ingolstadt ist eines der großen militärhistorischen Museen in Europa. Der Schwerpunkt der Sammlungen liegt auf Bayern in seinem europäischen Kontext. Sie reichen vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart. Die Aufgabe des Bayerischen Armeemuseums ist, auf der Grundlage seiner Sammlungen, die kritische und historisch genaue Reflexion von Militär und kriegerischer Gewalt in der Geschichte und ihrer Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft und Staat. Im neuerlichen Lockdown light sind im November wieder alle Gebäude geschlossen, aber von Stillstand kann keine Rede sein, wie Redakteurin Petra Volkwein im Gespräch mit dem Direktor des Bayerischen Armeemuseums in Ingolstadt, Dr. Ansgar Reiß, herausfand. „Nein, es ist bei uns tatsächlich kein Stillstand – weder jetzt noch im Frühjahr. Beim ersten Lockdown mussten wir das Museum für neun Wochen schließen und haben bis jetzt keine Veranstaltungsaktivitäten mehr entfaltet. Es gibt momentan keine Führungen für Gruppen, speziell auch für Schüler*innen mehr, was uns besonders schmerzt. Was für das Museum eine große Rolle spielt, ist flachgefallen, aber hinter den Kulissen ging es natürlich unermüdlich weiter.“

Gewähren Sie uns einen Blick hinter diese Kulissen? „Das Projekt dieses Jahres ist das erneute Aufstellen des osmanischen Zeltes, also des kleinen Türkenzeltes. Es ist als Teil unserer Sammlung sicherlich vielen Ingolstädter und Besuchern des Hauses in Erinnerung – ein zwölfeckiges, außen rotes Zelt, ziemlich reich geschmückt. Wir haben es im Vorfeld der Landesausstellung 2015 abgebaut und nun wird wieder aufgestellt.“

Momentan weiß man nie, ob man seinen Zeitplan einhalten kann, aber was wäre Ihr Wunschtermin für eine Präsentation?„Mit den Wunschterminen ist das so eine Sache. Unser Ziel ist momentan, das Zelt noch vor der Weihnachtspause zu präsentieren, aber wir haben bei diesem Projekt tatsächlich viele Abhängigkeiten zwischen Bau, Plänen und verschiedenen Ausschreibungen, die wir selber machen mussten – der Zeitplan wackelt ein wenig, aber bis zur Weihnachtspause ist realistisch.“

Sie haben in der Vergangenheit sehr viel investiert, sei es in die hervorragende Beleuchtung oder auch in die modernen Vitrinen, das ist alles auch ein Kostenfaktor. Nun kommen weniger Besucher, während der Zeit der Schließung keine, wie kann man dieses Problem pekuniär und kreativ lösen? „Finanziell ist es so, dass gerade die Museen, die stark von Touristen besucht werden, große Verluste eingefahren haben, zum Beispiel die Gemäldesammlungen in München. Bei uns in Ingolstadt ist die Situation ein wenig anders. Wir haben viele Besucher aus der Region und die besuchen das Museum weiterhin recht rege. Was bei uns ausgefallen ist, ich hatte es schon angesprochen, sind speziell die Schulkassen. Allerdings zahlen Schulklassen ohnehin keinen Eintritt, somit haben wir auf der Einnahmenseite keine dramatischen Einbußen. Wir sind als staatliches Museum tatsächlich von der Regierung aufgefordert worden, tendenziell eher Rücklagen zu bilden und uns nicht darauf zu verlassen, dass der Haushalt im kommenden Jahr so gut sein wird wie im laufenden Jahr. Insofern sind auch an unserem Himmel dunkle Wolken aufgezogen.“

Wie sieht es denn mit den Bundeswehrsoldaten aus, die sich busweise in Ingolstadt mit Militärgeschichte vertraut machen? „Auch hier ist weitestgehend Flaute angesagt. Fast alle Institutionen, die im weitesten Sinne „Bildung machen“, veranstalten im Moment keine Exkursionen mehr, gehen nicht auf Fahrt, das ist allgemein ganz stark zurückgeschraubt worden. Zu den Veranstaltungen muss ich sagen, dass ich im Museum sehr zurückhaltend war, weil ich mir gesagt habe, Veranstaltungen sind für Musiker, für Schauspieler einfach essentiell, wir als Museum stehen da nicht im Vordergrund. Die wenigen Dinge, die überhaupt stattfinden können, gehören den performativen Künsten. Wir können unsere Sammlungen ja auch so zeigen.“

Kinder schreiben zu Weihnachten einen Wunschzettel. Gibt es verborgene oder offensichtliche Wünsche für Ihr Museum, das kommende Jahr betreffend? „Auch wir wünschen uns natürlich wieder einen lebendigen Besuch, vor allem Austausch, Diskussionen, Gespräche vor Ort, vor Objekten in den Museumsräumen. Das fehlt und ist schmerzlich. Wir werden weiter daran arbeiten, immer neue Räume zu öffnen und zugänglich zu machen. Meine Hoffnung ist auch, dass in dieser kritischen Zeit vielleicht ein Museum eher als geschützter Bereich empfunden wird, wo man in Ruhe und ohne Besuchermassen die Exponate und die Schönheit der Räumlichkeiten im Neuen Schloß genießen kann. Das ist auch etwas, was man wieder lernen sollte!

GESCHENKIDEE: VERSCHENKEN SIE DIESES JAHR
ZU WEIHNACHTEN DOCH EINFACH MAL EINTRITTSKARTEN FÜRS MUSEUM…

ANMERKUNG: Das Gespräch wurde vor der erneuten Schließung der Museen im November 2020 geführt.

TEXT: Petra Volkwein, FOTOS: Luise Wagener