Familienalltag gestalten – Ausgabe März

Rund um das Familienleben. Vorträge und Online-Elternabende in Zeiten von Corona

Als Unterstützung für Eltern und Familien in dieser Zeit des Lockdowns läuft die Veranstaltungsreihe „Rund um das Familienleben. Vorträge und Web-Seminare in Zeiten von Corona“ der Ingolstädter Familienstützpunkte und der Koordinierungsstelle Familienbildung der Stadt Ingolstadt.

Der Baustein der Reihe mit dem Titel „Familienalltag gestalten“ bietet auch in seiner Ausgabe für März wieder vielfältige Veranstaltungen mit Vorträgen, Elternabenden und Diskussionsrunden in digitaler Form.


Mittwoch, 17. März, um 19 Uhr: „Mobbing – was tun?“
Im Online-Vortrag mit Dr. Iris Kühnl, Lerntherapeutin geht es u.a. um Lösungsmöglichkeiten bei Mobbing.
Anmeldung bis Montag, 15. März zum kostenlosen Online-Vortrag per Mail an kontakt@learn-and-relax.de oder Familienstuetzpunkt-Sued@ingolstadt.de.


Donnerstag, 18. März, 18.30-19.30 Uhr: „Mit Zeitmanagement clever und effektiv haushalten“ – Online-Vortrag mit Susanne Gelbmann vom Verbraucherservice Ingolstadt mit Informationen und Tipps, wie der eigene Haushalt besser organisiert werden kann, um Zeit einzusparen.
Anmeldung zum kostenfreien Online-Vortrag bis Dienstag, 16. März per Mail an buero@familienstuetzpunkt.in.


Unter www.familienbildung.ingolstadt.de sind Videos mit Vorträgen zu interessanten Themen jederzeit abrufbar. Alle Vorträge, Diskussionsabende und Elternabende sind kostenlos. Der Einwahllink wird bei der Anmeldung zugeschickt.

Informationen zu Online-Veranstaltungen zu diesen Themen mit Übersetzungen in den Sprachen Türkisch, Russisch, Englisch und Arabisch unter www.familienbildung.ingolstadt.de

Ein großer Schritt in die richtige Richtung!

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Equal Pay Day 2021 am 10. März

Der Equal Pay Day beschreibt anhand eines Datums die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Diese liegt aktuell in Deutschland bei 19 Prozent. So lange arbeiten rechnerisch Frauen ohne Entgelt, wohingegen Männer bereits ab dem 1. Januar voll verdienen. Bundesweit ist dies in diesem Jahr der 10. März. – Eine großer Schritt auf dem Weg zur Lohngleichheit wurde im vergangenen Jahr beschritten. 2020 war der Equal Pay Day noch am 17. März.


Maßnahmen der Bundesregierung haben hier einen wichtigen Beitrag geleistet.

Von der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015 und den regelmäßigen Anpassungen seitdem profitieren vor allem Frauen im gering bezahlten Dienstleistungssektor.

Am 6. Juli 2017 wurde das Entgelttransparenzgesetzes einführt. Das Gesetz verbietet bei gleicher und gleichwertiger Arbeit ausdrücklich die unmittelbare oder mittelbare Benachteiligung auf Grund des Geschlechts im Hinblick auf sämtliche Entgeltbestandteile und Entgeltbedingungen. Dies stellt eine Ergänzung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) dar.

Allerdings besteht kein Verbandsklagerecht, wodurch Frauen sich oftmals scheuen ihr Recht auf gleiche Bezahlung auch einzuklagen. Zudem gilt das Gesetz nur für Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern.

Seit 2019 zudem das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit im Gesetz verankert wurde, sank das Risiko, dass Frauen nach Ende einer Familienphase nicht mehr ihre Stunden erhöhen können und in einer Teilzeit- oder Minijobfalle festhängen. Aktuell arbeiten immer noch 47 Prozent der Frauen in Teilzeitstellen und drei von vier Minijobs werden von Frauen ausgeübt. Dies führt nicht nur zu einem geringeren Einkommen, sondern auch zu weniger Rente im Alter.

Veränderungen im Elternzeitgesetz, Einführung von ElterngeldPlus, Partnerschaftsboni und das Pflegezeitgesetz führten zur Entlastung von Frauen im Bereich der Care-Zeiten und auch zu höheren Verdiensten bei Frauen und besseren Chancen zur Weiterentwicklung im Unternehmen trotz familienbedingten Unterbrechungen der Erwerbsbiographien.

Aktuell verbringen Männer meistens nur die zwei gesetzlich geforderten Partnermonate in Elternzeit und auch Pflegezeiten in der häuslichen Pflege werden immer noch zu über siebzig Prozent von Frauen absolviert. Auch wenn Erziehungszeiten und auch Pflegezeiten mittlerweile auf die gesetzliche Rente angerechnet werden können, entsteht nach wie vor einen Rentenlücke – der sog. Gender Pension Gap – von aktuell 46 Prozent.


Weitere Veränderungen notwendig

Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf freut sich, dass die Bemühungen der letzten Jahre Früchte tragen. Dennoch sieht auch er weiteren Handlungsbedarf.

Es gibt nach wie vor einiges zu tun: Die Erhöhung von Gehältern im sozialen Bereich, die Abschaffung des Ehegattensplittings und eine gleichmäßigere Verteilung von Elternzeit bzw. generell der unbezahlten Care-Arbeit.

Dabei geht es nicht darum, dass alle Frauen in technischen Berufen Vollzeit arbeiten und Führungspositionen übernehmen sollen, sondern dass Männer und Frauen gemeinsam Lösungen finden müssen, die für beide Partner eine finanzielle Unabhängigkeit sowohl während des Erwerbslebens als auch im Rentenalter im Blick hat und jeder mit seinem Wunsch nach Familie und/oder Karriere Möglichkeiten zur Umsetzung dieser Lebensziele findet und diese Entscheidungen nicht durch das Gehalt der schlechter verdienenden Frau bestimmt werden.

Neben der Politik und den Unternehmen kann jeder einzelne aktiv und „Gamechanger“ werden – wie von der Initiative der Business an Professional Women (BPW) Germany e. V. gefordert, und sich für mehr Lohngerechtigkeit und die gleiche Bezahlung von gleicher und gleichwertiger Arbeit einsetzen.

Die Gleichstellungsbeauftragte Anja Assenbaum wünscht sich hierzu selbstbewusste Frauen und Männer, die sich genauso um die Betreuung der Kinder kümmern wie um ihre Erwerbstätigkeit, die das Erwirtschaften eines Familieneinkommens genauso wie das Erledigen der unbezahlten Hausarbeit und Erziehungsarbeit als gemeinschaftliche Aufgabe sehen, in der sich alle Beteiligten mit ihren Bedürfnissen wiederfinden. Ein tradiertes Bild, in der der Mann der Frau im Haushalt hilft und die Frau ein bisschen zum Haushaltseinkommen dazu verdient muss der Vergangenheit angehören.

Die Tarifpartner sind bei der Verhandlung von Tariflöhnen aufgefordert eine Angleichung von Löhnen im sozialen und technischen Bereich anzustreben. Die Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung zum Comparable Worth Index aus dem Jahr 2016 leistet hier einen wichtigen Beitrag. Neben Unternehmen, die selbstverpflichtend geschlechtsunabhängig die gleichen Löhne für die gleiche Arbeit bezahlen, müssen Frauen jedoch auch selbstbewusst die entsprechenden Gehälter verhandeln.

Wenn Arbeitgeber Frauen für die gleiche Arbeit immer genauso zu bezahlen wie einen Mann, würden allein sechs Prozent Lohnlücke geschlossen werden können.

Welche Auswirkungen die Corona-Pandamie auf den Gender Pay Gap hat, ist aktuell noch nicht absehbar. Mit Kurzarbeitergeld und erleichtertem Zugang zu Leistungen der Grundsicherung wurde von Anfang an versucht massiven Einkommenseinbrüchen entgegenzuwirken. Lassen wir uns überraschen, wann im nächsten Jahr der Equal Pay Day sein wird und zeigen wir trotz aller aktuellen Einschränkungen am 10. März „Flagge“ mit roten Taschen oder in diesem Jahr coronakonform auch mit einer roten Maske.

Frauentag in Zeiten von Corona

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Internationaler Tag der Frau in Ingolstadt mit Graffiti und FFP 2 Masken

Der Frauentag findet jedes Jahr am 8. März statt. Daran ändert auch Corona nichts. Die städtische Gleichstellungsstelle lässt sich von Corona nicht abbringen und hat eine der Pandemie angepasste Aktion mit dem Motto „there is no limit“ für Frauen geplant: Bedruckte FFP 2 Masken werden an die Netzwerkpartnerinnen im Stadtgebiet versendet, so dass viele Frauen mit bedruckten FFP 2 Masken auf den Frauentag hinweisen können. Besonders freuen sich Bürgermeisterin Petra Kleine und die Gleichstellungsbeauftragte Barbara Deimel über die Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und den jugendlichen Künstlerinnen Julia Pezala, Lisa Kappner und Lissi Krauthammer. Normalerweise sprühen die Künstlerinnen Graffitis. Dieses Mal wagen sie sich an ein digitales Graffiti, das die Gleichstellungsstelle auf ein Banner druckt und das am Montag, 8. März auf dem Rathausplatz präsentiert wird und dort auf den Internationalen Frauentag hinweist.

Bürgermeisterin Petra Kleine begrüßt zum Frauentag 2021 die Kunstaktion, mit der junge Frauen sich künstlerischen den öffentlichen Raum erobern, dort sichtbar sind und so die Stadt mitgestalten. Es sei beim inzwischen 44. Internationalen Frauentag unübersehbar, dass Frauen immer noch für Gleichstellung auf die Straße gehen müssen, um sich generationenübergreifend für gerechte Bezahlung oder ein diskriminierungsfreies Leben einsetzen. Beim Frauentag 2021 sei ihr vor allem wichtig festzuhalten, dass es Veränderung nur geben werde, wenn wir Gemeinsamkeit schaffen und unsere Vielfalt zulassen.

Barbara Deimel erklärt: „Der Frauentag ist für viele Frauen auf der ganzen Welt seit hundert Jahren ein wichtiger Termin im Kalender. Dabei wird am Frauentag gefeiert, was Frauen in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten erreicht haben. Gleichzeitig setzen sich Frauen bei weltweiten Veranstaltungen für mehr Gleichstellung ein. Mehr Gleichstellung – auch in Ingolstadt – fordern wir für die Frauen vor allem bei der Verteilung der Care-Arbeit, also der unbezahlten Sorgearbeit, bei der Lohngerechtigkeit, bei der politischen und wirtschaftlichen Teilhabe und beim Schutz vor Gewalt.“


Den Internationalen Frauentag feiern Frauen auf der ganzen Welt seit mehr als hundert Jahren. Weltweit in 26 Ländern und im Bundesland Berlin ist der Frauentag ein Feiertag. Seine Wurzeln hat der Frauentag in der Arbeiterinnenbewegung des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts.

„Lernen zu Hause“ – zusätzliche Termine wegen großer Nachfrage

Rund um das Familienleben. Vorträge und Online-Elternabende in Zeiten von Corona

Familien sind in dieser Zeit des verschärften Lockdowns erhöhten Belastungen ausgesetzt. Als Unterstützung für Eltern und Familien in dieser Zeit läuft die Online-Veranstaltungsreihe „Rund um das Familienleben. Vorträge und Web-Seminare in Zeiten von Corona“ der Ingolstädter Familienstützpunkte und der Koordinierungsstelle Familienbildung der Stadt Ingolstadt.

Im Baustein der Reihe „Lernen zu Hause“ finden aufgrund der großen Nachfrage und der vielen positiven Rückmeldungen Zusatzveranstaltungen statt.


Der gleichnamige Vortrag „Homeschooling – wie machen wir das Beste daraus?“ mit zahlreihen Tipps und Tricks der Lerntherapeutin Dr. Iris Kühnl, ist kostenlos jederzeit abrufbar unter www.familienbildung.ingolstadt.de.


Montag, 15. März, 18.30 Uhr: Online-Vortrag „Eine glückliche Grundschulzeit. Wie Emotionen und Lernerfolg zusammenhängen“
Lernbegleiterin Sandra Fink gibt Informationen und Tipps zu den Themen: Wie kann ich Bildungsprozesse wirksam bei meinem Kind unterstützen? Warum bessere Noten dabei nicht das Ziel, sondern nur ein erfreuliches Nebenergebnis sein sollten!

Anmeldung und Information zum kostenfreien Vortrag per Mail an info@lernbegleitung-fink.de oder familienschwinge@buergerhilfe-ingolstadt.de. Der Einwahllink wird nach der Anmeldung zugeschickt.


Montag, 19. April, 19 Uhr: Online-Vortrag der Lerntherapeutin Dr. Iris Kühnl zum Thema „Lernen will gelernt sein!“
Dr. Iris Kühnl gibt Ideen und Tipps für das Lernen zu Hause und wie es gelingen kann.

Anmeldungen bis Samstag, 17. April per Mail an kontakt@learn-and-relax.de oder Familienstuetzpunkt-Sued@ingolstadt.de. Der Einwahllink für den Online-Vortrag wird mit der Anmeldung zugeschickt.


Zum Thema „Lernen zu Hause“ werden auch kostenlose Online-Elternabende sowie Frage- und Diskussionsrunden mit Übersetzungen in den Sprachen Russisch, Türkisch, Englisch und Arabisch angeboten.
Näheres dazu unter www.familienbildung.ingolstadt.de

Bewährter Service zur Schuleinschreibung

Schulwegpläne für das Schuljahr 2021/2022

„Auf dem täglichen Schulweg im Straßenverkehr lauern für Kinder viele Gefahren und Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, dass gerade Schulanfänger hinsichtlich Problemstellen sensibilisiert und Möglichkeiten gezeigt werden, um diese Gefahren zu meistern“, so Johannes Wegmann, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement und Geoinformation.

Einen wichtigen Beitrag zur Schulwegsicherheit liefern dabei Schulwegpläne. Die Flyer wurden für das Schuljahr 2021/2022 vom Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation, in Zusammenarbeit mit den Schulen, der Jugendverkehrsschule und der Polizei, erstellt. Den Druck der Faltblätter übernahm die AUDI AG.

Die Schulwegpläne sind Stadtplanausschnitte für den jeweiligen Schulsprengel. Eingearbeitet sind alle verkehrsrelevanten Einrichtungen wie Fußgängerüberwege, Ampelanlagen, Bushaltestellen, Tempo-30-Zonen und Standorte von Schulweghelfern. Die Inhalte wurden von den Schulen auf Vollständigkeit überprüft und durch Gefahrenstellen ergänzt. Darüber hinaus enthält der Flyer wichtige Informationen zum Thema Kinder und Verkehr.

In der Schuleinschreibungswoche vom 3.-9. März 2021, wird an jeder Grund- und Förderschule der entsprechende Schulwegplan an die Abc-Schützen verteilt. So können die Erziehungsberechtigten den sichersten Weg zur Schule oder zu einer anderen Einrichtung bis zum Schulbeginn abgehen und so die selbstständige Mobilität ihrer Kinder fördern.

Wie schon in den vergangenen Jahren werden die Schulwegpläne auch den Kindergärten zur Verfügung gestellt.


Im Internet sind die Schulwegpläne unter www.ingolstadt.de/schulwegpläne abrufbar, ebenso im Geoportal der Stadt Ingolstadt unter: http://stadtplan.ingolstadt.de -> Bildung, Schule und Studium -> allgemeinbildende Schulen -> Schulwegplan

Vogelbrutzeit beginnt!

Umsicht beim „Frühjahrsputz“ im Garten

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling, treibt es viele Menschen in ihre Gärten. Der „Frühjahrsputz“ steht an und mancher denkt an eine Neugestaltung des Gartens. Doch Achtung: auch die Vogelbrutzeit beginnt!

Das Umweltamt weist daher darauf hin, dass es nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten ist, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Zulässig sind lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.


Hecken und Bäume sind ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl geschützter Tierarten. Ganzjährig verboten ist es wildlebende Tiere der besonders geschützten Arten und damit fast alle europäischen Vogelarten erheblich zu stören, zu verletzen oder deren Fortpflanzungsstätten zu beschädigen. Bei der Hecken- und Baumpflege ist daher besonders auf Vogelnester zu achten.

Gewerkschaft fordert Öffnungsperspektive für Hotels und Gaststätten

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Einbruch im Tourismus: Zahl der Gäste in Ingolstadt halbiert

Corona sorgt für Einbruch im heimischen Tourismus. Ingolstadt haben im vergangenen Jahr nur noch rund 159.000 Gäste besucht – halb so viele wie im Vorjahr (minus 52 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen sank um 49 Prozent auf 284.000. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts. „Das Gastgewerbe erlebt eine historisch einmalige Krise, die auch die Beschäftigten mit voller Wucht trifft. Jetzt müssen Bund und Länder endlich einen Plan vorlegen, wie es im März weitergehen soll“, so Rainer Reißfelder, Geschäftsführer der NGG-Region Oberpfalz. Am 3. März verhandeln Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen der aktuellen Corona-Maßnahmen.

„Hotels, Pensionen, Biergärten und Restaurants sind schon seit Anfang November geschlossen. Wenn die Politik jetzt keine Öffnungsperspektive bietet, droht vielen Betrieben das Aus und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit“, betont Reißfelder. Auch für die Zulieferfirmen müsse es Planbarkeit geben. „Von der Apfelschorle im Restaurant über den Eimer Mayonnaise in der Hotelküche bis hin zur Torte im Café – etliche Betriebe sind eng mit dem Gastgewerbe verwoben. Ihre Beschäftigten müssen teils seit vielen Monaten mit dem Kurzarbeitergeld auskommen.“

Entscheidend für Öffnungen seien dabei einheitliche Auflagen und detaillierte Hygienekonzepte in den Betrieben. Der Hotel- oder Restaurantbesuch dürfe unter keinen Umständen zum Infektionsherd werden. „Die Beschäftigen haben bereits im letzten Sommer gezeigt, dass sie geeignete Hygienekonzepte optimal umsetzen können, um sich zu schützen und den Gästen ein sicheres Restauranterlebnis zu ermöglichen“, so die NGG.

Viele Hotels und Gaststätten könnten auf bewährte Maßnahmen zurückgreifen, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Die Firmen müssten neben den Gästen auch das Personal bestmöglich schützen. Dazu gehörten unter anderem kostenlose FFP2-Masken für Beschäftigte und die Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitszeiten.

Zugleich sieht die Gewerkschaft die Politik in der Pflicht, die Einkommenseinbußen der Beschäftigten in Kurzarbeit auszugleichen. „Wer das Gastgewerbe über viele Monate schließt, muss auch die Folgen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedenken. Wir brauchen dringend ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1.200 Euro im Monat“, so Reißfelder. Selbst wenn Hotels und Gaststätten schrittweise wieder öffnen dürften, sei ein Großteil der Beschäftigten noch monatelang auf das Kurzarbeitergeld angewiesen. Ohne eine Aufstockung kämen die Menschen damit aber nicht länger über die Runden

Freiluftausstellung „VIERTE“ in Manching zu sehen

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Ist es Ihnen schon aufgefallen? Die Manchinger Ortsmitte am Fontänenfeld und an der Mariensäule hat ein wenig verändert: Mitarbeiter des Bauhofes haben dort 16 Tafeln mit Gemälden von Künstlern im Boden verankert. Bei diesem Kunst-Projekt handelt es sich um die Freiluftausstellung „VIERTE“ des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins. „Ich denke, dass es genau der richtige Zeitpunkt für etwas Farbe in dieser grauen und tristen, von Corona geprägten Zeit ist. Wir mussten jetzt schon auf den traditionellen Fasching verzichten. Die Werke der Künstler sollen etwas erheitern und den Manchingerinnen und Manchingern die Möglichkeit geben, sich kurzweilig vom Alltag ablenken zu lassen“, erklärt Herbert Nerb, Bürgermeister in Manching.

Der Neue Pfaffenhofener Kunstverein hatte ursprünglich diese Gruppenausstellung erst in zwei Jahren geplant. „Es hat sich aber schnell gezeigt, dass diese besonderen Zeiten auch neue Wege erfordern. Die Künstler kommen alle aus dem Umfeld des Vereins und sind größtenteils auch selbst aus dem Landkreis Pfaffenhofen. Wir freuen uns, dass wir in Manching zu Gast sein dürfen“, ergänzt Norbert Käs, der dem Kuratorium angehört und für die Ausstellung in Manching verantwortlich ist. „Wir haben die Werke um das Fontänenfeld und die Mariensäule so angeordnet, dass, egal aus welcher Himmelsrichtung man kommt, einen immer ein Gesicht ansieht.


Nach dem Start in Pfaffenhofen, wurden die Werke auch in Geisenfeld und zuletzt in Rohrbach gezeigt. Die Ausstellung ist bis Mitte März in Manching rund um das Fontänenfeld zu sehen.

„Coviteure“ zum Trendwort 2021 gewählt

In einem öffentlichen Voting kürten die User des Zukunftsinstituts den Begriff „Coviteure“ zum Trendwort 2021.

Trendwörter beleuchten aktuelle Veränderungsprozesse, indem sie soziokulturelle Dynamiken in kompakten Begriffen zusammenfassen. Als Schlaglichter des Wandels öffnen sie die Augen für neue Realitäten, die sich bereits etabliert haben – oder gerade im Entstehen sind. Alljährlich liefert der von Matthias Horx herausgegebene Zukunftsreport eine Liste solcher Trendwörter für das kommende Jahr – und traditionell stellen wir sie zur Abstimmung. Welches Phänomen wird uns am stärksten prägen, welcher Begriff hat den Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch verdient?

Vorausblickend auf das Jahr 2021 sprach sich der Großteil der Zukunftsinstitut-User diesmal für „Coviteure“ (11,3 Prozent der abgegebenen Stimmen) aus, dicht gefolgt von „Staycation“ (11,1 %). Der Begriff „Hoffice“ (10,2 %) komplettierte das Siegertreppchen (zum Abstimmungsergebnis).


Top 5 Trendwörter 2021:

 1. Coviteure – Die Corona-Krise hat viele Profiteure hervorgebracht – Coviteure. Zu den bekanntesten zählen Videodienste wie Zoom und Microsoft Teams, Streaming-Portale wie Netflix und Amazon Prime oder Lieferservices wie Delivery Hero und HelloFresh. Auch Nachbarschaftsplattformen wie nebenan.de oder Nextdoor in den USA haben von der Krise profitiert – so wie Unternehmen im medizinischen Bereich, digitale Pornoanbieter oder Beruhigungstablettenhersteller. Auch viele kleine Kulturprojekte sowie Trost- und Komfortabilitätsprodukte erwiesen sich als „Hidden Seuchenchampions“.


 2. Staycation – In unsicheren Reisezeiten wurde der Urlaub vielerorts in Haustralien oder auf Balkonien verbracht – aus der Vacation wurde eine Staycation. Oder, gemeinsam mit Freunden: Zoomication.


 3. Hoffice – Heim und Office – geht das wirklich zusammen? Das Heim-Büro ist ein Chaos, ein von Kinderfingern oder nervösen Hunden ständig bedrohter Raum, in dem Konzentration kaum möglich ist. Aber dieser Raum gibt uns Hoffnung, dass eine bessere Integration von Leben und Arbeiten möglich wird. Er ist im Werden, er formt sich neu. Hoffnungsvoll arbeiten wir daran, am Hoffice.


 4. Enkelfähigkeit – Ziemlich ernst gemeinter Begriff für, Achtung: „generationsübergreifende Nachhaltigkeit“. In politischen Debatten wird der Topos meist bierernst gebraucht, dabei steckt so viel schöne Ironie darin. Nein, es meint nicht die Austragung von Enkelkindern durch ihre Großmütter (das gibt es tatsächlich auch schon!). Aber wenn wir immer wüssten, was für unsere Enkelinnen und Enkel gut ist – wäre das wirklich gut? Müssen die das nicht selbst herausfinden?


 5. Zoom Bore – Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Zoom-Konferenzen noch langweiliger, noch chaotischer und in vieler Weise schrecklicher sind als analoge Konferenzen? Der einzige Vorteil: Es gibt keine trockenen Kekse und keinen bitteren, schalen Kaffee. Dafür reden die Wichtigtuerinnen und Wichtigtuer noch gewichtiger und erzählen das, was alle schon wissen, immer wieder.


Weitere Trendwörter 2021 unter www.zukunftsinstitut.de

Das wahrscheinlich wichtigste Buch für Frauen in der Arbeitswelt

Der CITICON-Buchtipp (nicht nur) zum internationalen Frauentag am 8. März 2021

Um eine Gehaltserhöhung bitten? Aufdringlich. Den Ruhm für eine Idee einheimsen? Arrogant. Einen Fehler eingestehen? Schwach. Erfolgreich mit Arbeit und Familie jonglieren? Nicht förderungswürdig.


Autorin Sarah Cooper

Die unausgesprochenen Regeln, wie sich Frauen am Arbeitsplatz verhalten sollten, sind ebenso zahlreich wie verwirrend. Damit ist jetzt Schluss! In ihrem schmerzhaft-witzigen Ratgeber »Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen«, der irgendwo zwischen bitterböser Satire und Alltagsrealität pendelt, zeigt US-Komikerin Sarah Cooper, wie es Frauen gelingen kann, ihre Träume zu verwirklichen und erfolgreich in ihrem Beruf zu sein, ohne das fragile männliche Ego zu verletzen. In Kapiteln wie »Wie du dein Bewerbungsgespräch rockst, ohne zu übertreiben«, »Wie du wie ein Mann sprichst, aber trotzdem als Frau wahrgenommen wirst« oder »Wähle dein eigenes Abenteuer: Willst du erfolgreich sein oder gemocht werden?« gibt Cooper hilfreiche Tipps zum richtigen Büro-Outfit, Ratschläge für mehr Authentizität (das wahre Ich verstecken!) und enthüllt dabei die doppelten Standards die im Berufsleben noch immer für Männer und Frauen gelten. Wenn alle Ratschläge sonst fehlschlagen, gibt es im Buch drei heraustrennbare Schnurrbärte, die es Frauen ermöglichen, wie ein Mann zu wirken, was dann sehr wahrscheinlich doch noch zu einer schnellen Beförderung führt. Autorin Sarah Cooper ist Schriftstellerin, Comedian, Rednerin und Bestsellerautorin. Sie begann ihre Comedy-Karriere, als sie für Unternehmen wie Yahoo und Google als UX-Designerin arbeitete – dort wurde sie nicht nur mit kostenlosem Mittagessen versorgt, sondern vor allem mit jeder Menge Material für ihre satirischen Betrachtungen zur modernen Arbeitswelt. Sarah ist die Erfinderin des Blogs TheCooperReview.com, der mehr als 100.000 Leser pro Monat anzieht. Ihre Lippensynchronisation von Donald Trump machte sie zum Internetstar, wodurch sie kürzlich sogar ihre eigene Netflix-Show erhielt. Sarah lebt in New York City mit einem Typen namens Jeff.


 „Schon lange nicht mehr so sehr über etwas so Trauriges gelacht. Danke, Sarah Cooper!“

Emilia von Senger, Buchhandlung She said

„Extrem unterhaltsam entlarvt Sarah Cooper die doppelten Standards, die für Männer und Frauen im Berufsleben gelten – das ist augenzwinkernde Volksbildung und ein großes Vergnügen zugleich. Ich möchte, dass so viele Menschen wie möglich dieses Buch lesen.“

Dr. Wiebke Ankersen, Geschäftsführerin AllBright Stiftung

„Augenöffnend, brillant und witzig.“

Pia Schumacher, Ärztin Charité Berlin

Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen

Das wahrscheinlich wichtigste Buch für Frauen in der Arbeitswelt

erscheint am 8. März 2021
Preis: 24 EUR (D/A/CH)
Autorin: US-Komikerin Sarah Cooper
Übersetzung: Anna Dushime
Verlag: Mentor Verlag Berlin