FLÜGEL FÜR MEHR SOLIDARITÄT

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THE ORIGINAL „GLOBAL ANGEL WINGS PROJECT“ JETZT AUCH IN INGOLSTADT

Die Künstlerin Colette Miller hat weltweit Flügel gemalt – in Kenia, Australien, England, Japan, Frankreich, Kuba, Juarez (Mexiko), Dubai, Taiwan… und viele in den USA. Sie gründete 2012 das „Global Angel Wings Project“ in den Straßen von Los Angeles, der Stadt der Engel, um die Menschheit daran zu erinnern, dass wir alle Engel der Erde sind. Versinnbildlicht durch zwei interaktive Flügel in Menschengröße, vor denen man sich fotografieren lässt und so Teil des Kunstwerks wird. „Das Projekt holen wir nach Ingolstadt“, beschloss w2w möbelsysteme und nahm im Oktober 2019 Kontakt mit dem Stadtjugendring Ingolstadt, genauer mit der Jugend Graffiti Gruppe der Fronte79 auf. Es entstand die Ingolstädter Variante „Flügel für mehr Solidarität“, auch Colette Miller gab ihr Okay und so konnte es losgehen. Im w2w Showroom im Oldtimer Hotel in Ingolstadt thront jetzt ein stylisches Graffiti-Flügelpaar in Blau vor schwarzem Hintergrund als sichtbares Zeichen für mehr Mitmenschlichkeit und Solidarität, gegen Diskriminierung und rassistischen Hass! Für die Promotion konnten noch zwei regionale Firmen gewonnen werden: Das Start-up Mirrads stellte einen interaktiven Spiegel zur Verfügung, den die Designagentur schnellervorlauf gmbh mit einer unterhaltsamen „Gebrauchsanweisung“ für das zu schießende Selfie mit anschließendem Social-Media-Post bestückte – übrigens alles zum Nulltarif. Mit „Flügel für mehr Solidarität“ soll auch etwas Gutes getan werden, die Jugendlichen haben eine schicke Spendenbox in Form einer Spraydose mit Engelsflügeln kreiert. Die steht nun bereit und wartet auch auf Ihre Spende, die zu 100 Prozent der gemeinnützigen Jugendarbeit der Fronte 79 zugute kommt.

Verbesserte Wegweiser zu genussvollen Radtouren

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NEU AUFGELEGTE RADWEGEKARTE DER TOURIST-INFORMATION EICHSTÄTT

Druckfrisch und voller Infos präsentiert sich die neue Radwegekarte „Radeltouren rund um Eichstätt“. Für die Neuauflage wurde die Karte in mehreren Punkten verbessert – und das wiederum ist optimal, um in und um Eichstätt einen aktiven Herbst im Naturpark Altmühltal zu erleben. „Die Radkarte gehört zu den Infoflyern, die bei uns am meisten nachgefragt werden“, erklärt Eichstätts Tourismus-Chef Lars Bender. „Momentan verzeichnen wir zudem einen richtigen Radelboom, bedingt durch den vermehrten Urlaub in Deutschland sowie durch die vergangenen noch richtig sommerlichen Wochen.“ Damit kommt die Neuauflage der Eichstätter Radkarte, die auf einer neuen und besseren Kartengrundlage basiert, genau zur richtigen Zeit.

Zehn Touren, die ebenfalls überarbeitet wurden, stellt die Karte vor. Darunter sind fünf Rundtouren: die „Römerrundtour“ (44 Kilometer), die zum Römerkastell in Pfünz und der Villa Rustica in Möckenlohe führt, die „2-Täler-Tour“ (41 Kilometer) durchs Altmühl- und Urdonautal, die Route „Ins Anlautertal und Altmühltal“ (64 Kilometer) und die „3-Täler-Tour“ (60 Kilometer), die das Urdonautal mit dem Schutter- und dem Altmühltal verbindet. Die fünfte Rundtour ist der „Georadweg Altmühltal“. Offiziell ausgeschildert und eröffnet wird der 51 Kilometer lange Weg, auf dem sich die Erdgeschichte der Region offenbart, zwar erst 2021, mit der Streckenbeschreibung und anhand der Karte kann man sich jedoch schon jetzt gut zurechtfinden.

Eine Streckenbeschreibung erläutert übrigens alle Wege der Karte – genauso zeigt sie Höhenprofile und Markierungen der jeweiligen Tour und listet besondere Höhepunkte und Sehenswürdigkeiten an der Strecke auf. Im Infoteil finden Aktive alles rund ums Rad in Eichstätt, darunter Infos zum Radverleih „Rentamania“, zum „Stromtreter“-E-Bike-Netz oder zum Radtransport mit dem Freizeitbus. Erhältlich ist die kostenlose Karte „Radeltouren rund um Eichstätt“ bei der Tourist-Information Eichstätt. Sowohl die Karte als auch die GPX – Dateien der einzelnen Routen stehen unter www.eichstaett.de/radeln zum Download bereit.

Mehr Infos: Tourist-Information Eichstätt, Domplatz 8, 85072 Eichstätt, Telefon 8421/6001-400, Fax: 08421/6001-408, www.eichstaett.de, E-Mail: tourismus@eichstaett.de

KONKRET WEIBLICH

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AUSSTELLUNG VOM 19.09. –19.12.2020
GALERIE HAAS, TILLY HAUS INGOLSTADT

„Konkrete Frauen“ ist das Jahresthema der Galerie für 2020, durch Corona gab es einige Verschiebungen. Nun ist es aber wieder soweit: die Galeristin Mariette Haas stellt sechs Künstlerinnen mit deren konkreten Positionen aus.

GISELA HOFFMANN, von der auch eine Außenarbeit am Museum für Konkrete Kunst und Design in Ingolstadt zu sehen war, überrascht nach den textilen Arbeiten in der letzten Ausstellung nun mit einer spannungsvollen zweidimensionalen Arbeit in Schwarz und Weiß. Der Betrachterin sind durch die Bewegung vor dem Objekt unzählige Blickwinkel offenbart. Hintersinnig das Multiple „du hast die uhr – ich habe die zeit“ in drei verschiedenen Farben, jeweils 10 Exemplare aus Acryl. Ein perfektes Geschenk für den ge-stressten Homeoffice-Menschen!

ILSE ABERER aus Dornbirn ist mit 8 technisch perfekten und spannungsgeladenen Arbeiten ver-treten. Die in Vorarlberg Lebende zeigt geometrische Körper und gewährt Einblicke in ungewöhnliche Farb-spalten.

CHRISTIANE GRIMM lebt in Heidelberg. Die optischen Effekte ihrer beiden gezeigten Werke scheinen das Auge der Betrachterin zu trügen. Die Materialien ihrer Architekturen sind so angeordnet, dass sich in den Körpern die übereinanderliegenden Schichtungen klaren Linien entziehen. Mit dem Ändern des Standpunktes wechselt auch die Lebendigkeit des Bildes und ein neues scheint auf. Eine phantastische Täuschung der Augen.

RITA ROHLFING lebt in Köln. Die beiden monochromen Tafelbilder in der Galerie erscheinen wie Objekte und vermitteln eine Dreidimensionalität. Eine Rezensentin schreibt: Es wirkt, als wölbe sich die Bildfläche in den Raum hinein, ihre Tafelbilder sind also weder reines Wandbild, noch Skulptur, sondern sind sie der Ausdruck der gattungsübergreifenden Arbeitsweise der Künstlerin.

REGINE SCHUMANN lebt und arbeitet in Köln. Ihre Acrylglas-Körper aus farbigem und fluoreszierendem Material scheinen zu leuchten, und das lediglich durch das einfallende Tageslicht. Das Leuchten und die Farbigkeit erzeugen eine fröhliche Stimmung beim Betrachter, da sage niemand, dass diese Kunst nicht Gefühle erzeugt! Auch die 5 Wandtafeln, gezeigt im selben Ausstellungsraum, strahlen einem entgegen.

Die in Liechtenstein geborene HANNA ROECKLE lebt und arbeitet in der Schweiz. Nach einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zürich und der Tätigkeit als Lehrerin arbeitet sie seit 1994 als freischaffende Künstlerin. Ihre in den Galerieräumen gezeigten Wandobjekte sind geheimnisvolle Figurinen, die im Licht und mich bewegend, mir changierende Farben vorspiegeln, das sollten Sie sich selber ansehen! Außerdem muss ein wenig Geheimnis bleiben, denn die Künstlerin wird 2021 mit weiteren Werken in der Galerie Haas zu sehen sein.

SECHS HORIZONTE

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SONDERAUSSTELLUNG VOM 4. OKTOBER – 22. NOVEMBER 2020
IN DER STÄDTISCHEN GALERIE IM PFLEGSCHLOSS

Hinter dem Titel stehen sechs Frauen, sechs Künstlerinnen aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Sie alle hatten vor zwei Jahren an der Akademie Faber-Castell in Stein bei Nürnberg die Meisterklasse unter der Leitung von Markus Kronberger absolviert und bereits einige Male zusammen ausgestellt. Nun haben sie sich erneut zusammengefunden, um ihre neuesten Arbeiten in Schrobenhausen zu zeigen.

Beeindruckend ist die Vielfalt der künstlerischen Positionen, die jeweils von einer ganz eigenen und authentischen Handschrift geprägt sind. Die Künstlerinnen kommen meist aus anderen Berufen, beschäftigen sich aber schon seit vielen Jahren mit Kunst, nachdem sie ihre kreativen Seiten entdeckt haben. Silvia Hahns Arbeiten titeln mit „sinnlichT“. Sie sind gedanklich mit dem Thema Sinnlichkeit im Alter verbunden und versuchen, innere Erfahrungsprozesse wie Loslassen, Zulassen, Genießen, Ergreifen oder auch Verlassen sichtbar zu machen. Mit einem Mix aus Leinwand, Acrylfarbe und Upcycling-Produkten schafft Dagmar Laffert – eigens für Schrobenhausen – die Serie „Espressobecher, ein Stoff mit Suchpotential“. Angelica Nothas sammelt Fundstücke in der Natur und fängt diesen über Monate dauernden Prozess in ihren Bildern ein. Christa Mesch experimentiert mit Farbstiften und Steinpapier und entwickelt ihre eigene Technik, sie zeigt unterschiedlichste Variationen von Farbquadraten. Elisabeth Stromer zeigt Bild-Holz-Installationen, naturwissenschaftlich und farbästhetisch inspirierte Kunstwerke, die zum Teil spielerisch verändert werden können. Schließlich erinnert sich Steffi-Babett Wartenberg in Corona-Zeiten an ihre eigene eingeengte Jungend und ihren Freiheitsdrang. Für sie ist ihre Serie Solitude, die sich mit Felsformationen beschäftigt, Sinnbild von Festigkeit und Einsamkeit.

Die Ausstellung ist zugleich Auftakt der Paarkunst für die Stadt Schrobenhausen, die sich auch 2020 bei dem gemeinsamen Projekt mit der Stadt Aichach und weiteren Paaranrainern beteiligt.

Tango mit da Ziach

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Live-Musik im Bauerngerätemuseum

Eigentlich waren sie ja für die erste Jahreshälfte geplant, die fünf Konzerte aus der Reihe „Tango mit da Ziach“ im Bauerngerätemuseum Hundszell. Doch dann kam Corona dazwischen und alles war in Frage gestellt. Vier der fünf Konzerte konnten immerhin in den Herbst verlegt werden. Und nun ist es soweit, die Musikfreunde dürfen sich endlich wieder auf Live-Konzerte mit handgemachter Musik freuen! Den Auftakt macht am 27. Oktober (Dienstag!) das Südtiroler Trio Cordes y Butons. Der Name ist ladinisch und bedeutet „Saiten und Knöpfe“. Er steht für die Instrumente der drei Vollblut-MusikerInnen. Damit und mit ihren Stimmen entführen sie die Besucher in einen experimentellen Klangraum, der geographisch von Südtirol bis in den hohen Norden führt. Es entstehen musikalische Reisen zum Träumen. Mit der Housemusi (7. November), dem Duo Reiter & Gruber (14. November) und Anja Baldauf mit ihrem Ochestra Mondo (4. Dezember) folgen drei weitere Hochkaräter aus dem Bereich der Neuen Volksmusik und Weltmusik.

Karten im Vorverkauf gibt es beim Donaukurier Ticketservice und im Bauerngerätemuseum, Restkarten an der Abendkasse. Weil die Platzkapazität auf 80 Besucher je Konzert begrenzt ist, sollte man sich beeilen, eine der begehrten Karten zu ergattern. Infos zu den Veranstaltungen im Internet unter www.ingolstadt.de/bauerngeraetemuseum oder telefonisch unter 0841 / 305-1885 (oder 305-2859).

DIE 37. INGOLSTÄDTER JAZZTAGE

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Sonntag, 25. Oktober – Mittwoch, 11. November 2020

„Trotz der schwierigen Umstände wird es das Jazzfestival geben“, erklärt Tobias Klein, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Ingolstädter Veranstaltungs GmbH (INKULT). „Wie allerdings zu erwarten, nicht in der gewohnten, sondern vielmehr in einer abgespeckten Form; bestimmte Formate werden nicht stattfinden. Dazu zählen Jazz in den Kneipen, die legendären Jazzpartys im NH Ingolstadt sowie die Highlight-Konzerte.“ Fester Bestandteil aber war und ist, trotz Corona-Pandemie, die Förderung der regionalen Szene und des Jazznachwuchses. Bereits die Jüngsten bekommen die Gelegenheit, unter dem Programmpunkt „Jazz for Kids“ ihre Liebe zum Jazz zu entdecken. „Jazz an den Schulen“ hingegen richtet sich an Jugendliche, die in Workshops auf hochkarätige Jazzsolisten und etablierte Musikpädagogen treffen. Die regionale Szene ist mit Lukas Lindner vertreten, dem letztjährigen Jazzförderpreisträger.

Alle Sponsoren der Vorjahre sind auch dieses Jahr wieder an Bord. Das Dankeschön geht an die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt, Audi, MediaMarkt, NH Hotel Group, Herrnbräu sowie an den Medienpartner Bayern 2, zudem werden die Jazztage vom Freistaat Bayern gefördert. Der Kartenvorverkauf für die 37. Ingolstädter Jazztage hat bereits begonnen. Tickets sind erhältlich in allen DK-Geschäftsstellen, in der Tourist Information am Rathausplatz (Moritzstr. 19), im Westpark Ingolstadt und über www.eventim.de

Weitere Infos unter: www.ingolstaedter-jazztage.de

FOTO: LUKAS LINDNER, © Andreas Wittmann

WANDERN, KULTUR GENIESSEN, NATUR ERLEBEN

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DIE EICHSTÄTTER WANDERWOCHEN STARTEN ZUR SCHÖNSTEN HERBSTFÄRBUNG

Klare Luft, angenehme Temperaturen und die Bäume im bunten Blätterkleid – der Herbst ist die vielleicht schönste Zeit, um die Wanderschuhe zu schnüren. Die Eichstätter Wanderwochen vom 19. September bis 11. Oktober 2020 stehen unter dem Motto „Herbstzauber im Altmühltal“. Mit ausgebildeten Naturpark- und Gästeführern geht es auf die spektakulärsten Strecken rund um die Bischofsstadt.

Die Teilnehmer wandern auf der Eichstätter TraumSchlaufe zum „Altmühltal-Panoramaweg“ oder erkunden Eichstätt aus der Vogelperspektive bei der Tour „Über den Dächern der Bischofsstadt“. Wandern mit Kindern bei den Familienwanderungen im KultURwald oder auf dem Fossilienpfad. Sagenhaftes offenbart sich bei „Mythen und Geschichten in und um Eichstätt“ und bei der Wanderung „Marterl, Taferl und die Ewigkeit“ begibt man sich auf die Spuren der Volksfrömmigkeit um Eichstätt, während man bei der Tour zu den „Großartigen Gärten Eichstätts“ durch Landschaft und Zeit lustwandelt.

TERMINE:

19. September 2020: Familienwanderung Fossilienpfad Eichstätt (ca. 9 km)
20. September 2020: Marterl, Taferl und die Ewigkeit – auf den Spuren der Volksfrömmigkeit um Eichstätt (ca. 10 km)
26. September 2020: Die großartigen Gärten Eichstätts (ca. 8 km)
27. September 2020: Mythen und Geschichten in und um Eichstätt (ca. 10 km)
3. Oktober 2020: Familienwanderung durch den KultURwald Eichstätt (ca. 5 km)
4. Oktober 2020: TraumSchlaufe Eichstätt – Wanderung auf dem Schlaufenweg zum Altmühltal-Panoramaweg (ca. 12 km)
10. Oktober 2020: Über den Dächern der Bischofsstadt – der herrliche Panoramaweg rund um Eichstätt (ca. 10 km)
11. Oktober 2020: Wanderung über die Waschette nach Wasserzell (ca. 10 km)

Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen. Die Teilnahme an den geführten Touren kostet pro Wanderung 8 Euro für Erwachsene (Jugendliche von 12 bis 16 Jahren 4 Euro, Kinder frei). Anmeldung bis spätestens 12 Uhr des Vortags bei der Tourist-Information Eichstätt: Telefon: 08421/6001-400 ∙ Fax: 08421/6001-408 ∙ info@eichstaett.dewww.eichstaett.de

Eine WANDER[R]AUSZEIT in Bayerns Herzstück

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TIEF DURCHATMEN ZWISCHEN ALTMÜHLTAL, DONAU & HALLERTAU

Schnell mal raus aus dem Alltag und rein in die Natur? Mal eben weg sein und schauen, wohin der (Wander-)Weg führt? In Bayerns Herzstück, circa 45 Minuten von Ingolstadt entfernt, sorgen abwechslungsreiche Touren in einzigartigen Naturlandschaften für die perfekte Wander[R]Auszeit. Ein Touren-Tipp für Ihre nächste [R]AUSZEIT: Der Drei-Burgen-Steig in Riedenburg. Der sportliche Steig führt durch romantische Wälder mit fantastischen Ausblicken zu den Burgruinen Tachenstein und Rabenstein sowie zum Schloss Rosenburg.

Im Altmühltal zwischen Riedenburg, Essing und Kelheim wandert man naturnah, denn mediterran anmutende Wacholderheiden, schroffe Jurafelsen und der idyllisch dahinfließende Kanal rahmen jede Tour ein. Wer den Wander-Herbst besonders genussvoll begehen möchte, der sollte sich einen Wander-Kurz-Urlaub in den Donaubädern Bad Abbach oder Bad Gögging gönnen. In Bad Abbach, kurz vor den Toren Regensburgs, genießt man geradezu kaiserlich einmalige Ausblicke über das Donautal bei einer Wanderung über den Jurasteig und über den idyllischen Kurort mit Heinrichsturm bei einer Wellness-Auszeit in der Kaiser-Therme. Im niederbayerischen Kurort Bad Gögging, eingebettet zwischen frei fließender Donau und den weitläufigen Hopfengärten der Hallertau, heißt es dann Wandern zwischen römischer Geschichte, bayerischer Gemütlichkeit und Wellnessfreuden.

Kommen Sie in Bayerns Herzstück und atmen Sie bei einer Wander[R]Auszeit zwischen Altmühltal, Donau & Hallertau wieder mal tief durch!

Blick auf das Donautal, FOTO: © Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V.

Ein Tipp für den Wander-Herbst:
Die Altmühltaler Wander-Brotzeit-to-go!

Einfach Tour durchs Altmühltal aussuchen, Brotzeit bestellen & abholen, loswandern und genießen! Und mit etwas Glück auch noch eine Übernachtung im Schloss gewinnen! Das wie & wo gibt’s unter www.herzstueck.bayern

Altmühltaler Wander-Brotzeit,
FOTO: © Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V., Annika Sattler

Besonderer Tipp:

Mit der Römer-Schlaufe zum Kastell Abusina, ein kurzer Umtrunk in einem der zahlreichen Gasthäuser entlang der Strecke und abends zur wohltuenden Entspannung in die Limes-Therme oder in den Day-SPAs der Sternehotels.

Kastell Abusina in Eining, FOTO: © Tourismusverband Ostbayern e.V., Stefan Gruber

Die Klassiker-Wanderung im Herzen Bayerns:

Eine Tour entlang der Donau durch das erste bayerische Nationale Naturmoment – die „Weltenburger Enge“ mit dem Donaudurchbruch. Der Dreiklang aus Wasser, Wald und Fels ist einzigartig und garantiert ein ganz besonderes Naturerlebnis: staunen Sie über bis zu 70 Meter über der Donau aufragende Felsen und genießen Sie einen einmaligen Blick auf das Kloster Weltenburg.

Wandern in der Weltenburger Enge,
FOTO: © Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V., Stefan Gruber

Weitere Wander-Tipps für Ihre nächste [R]AUSZEIT finden Sie
auf www.herzstueck.bayern oder in der Wanderbroschüre für die Region Altmühltal & Donaudurchbruch.

Gerne schicken wir Ihnen ein kostenloses Info-Paket zu! Einfach eine Mail mit dem Stichwort „Rauszeit“ an info@tourismus-landkreis-kelheim.de schreiben und alles für die Ausflugsplanung im Briefkasten finden!

Waldspaziergang im „Garten der Begegnung“

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2. Route im Eichstätter Kulturwald eröffnet

Ein goldener Zaun, ein „Zauberloch“ und ein kunstvoller „Garten der Begegnung“: Das erwartet Spaziergänger auf der neuen Route im Eichstätter KultURwald. Der gerade erst eröffnete, 2 Kilometer lange Rundweg führt auf die Spuren von Ludwig Graf Cobenzl, der als Geistlicher und Illuminat in Eichstätts Geschichte einging.

Neben seinem am Hang gelegenen barocken Schlösschen, das sich gegenüber der Eichstätter Sommerresidenz und des Hofgartens erhebt, ließ er ab 1784 eine Parkanlage nach englischem Vorbild errichten. Ein „Garten der Begegnung“ schwebte ihm vor, in dem getreu der illuminatischen Ideen Adel und Bürgertum ungezwungen beim Spazierengehen aufeinandertreffen konnten. In der künstlich angelegten Höhle des Gartens fanden außerdem geheime Treffen der Illuminaten statt. Die nächtlichen Feuer, die von der Stadt aus zu sehen waren, brachten der Höhle den Beinamen „Zauberloch“ ein. Die neue KultURwald-Route aber lässt den „Garten der Begegnung“ wieder auferstehen: zum einem durch Informationstafeln, zum anderen durch künstlerische Begegnungsmöglichkeiten mitten im Wald, die die Eichstätter Künstlerin Li Portenlänger und Forstwirt Markus Blacek erarbeitet haben: Da trifft man auf einen goldenen Zaun, auf Trichterrohre, die dem Wald eine Stimme geben, oder auf Gedichte von Hermann Hesse und Georg Trakl. „Mehrere Tafeln“, so Las Bender weiter, „sind zudem mit QR-Codes verknüpft: Sie führen zu einem thematisch passenden Film des Eichstätter Filmemachers Fred Darimont oder zu einer Lesung des Eichstätter Autors Michael Kleinherne.

Ermöglicht wurde die Route 2 des KultURwald-Projekts durch LEADER-Förderung sowie die großzügige Unterstützung der Sparkasse Ingolstadt-Eichstätt und des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Eichstätt. Ganz „fertig“ ist der Pfad aber noch nicht – und genau das ist Teil des Konzepts: Denn so, wie sich die Natur den historischen „Garten der Begegnung“ zurückgeholt hat, werden die künstlerischen Elemente auch von der Natur verändert werden – etwa durch Bewuchs oder Erosion. Wie sich der Pfad im Laufe der Zeit und im Wechsel der Jahreszeiten verändert, „erwandert“ man sich am besten selbst. Besonders an warmen Tagen ist ein Spaziergang durch den KultURwald übrigens besonders zu empfehlen: Der Schatten der Bäume ist eine Wohltat.

Jules Verne 4.0

DER STEAMPUNK AUS INGOLSTADT


Alexander Schlesier

Text: Steffi Kürten

Seit meinem Besuch bei ALEXANDER SCHLESIER lässt mich eine Vision nicht mehr los: Ich träume von einem neuen „Mueseum“ beziehungsweise einem Ausstellungsareal in INGOLSTADT für seine Objekte und taufe es STEAMPUNK PANOPTIKUM, was übersetzt Sammlung von Kuriositäten und Sehenswürdigkeiten heißt.

Sein Wohnzimmer ist angefüllt mit wunderlichen Apparaturen, die mich sofort an Science-Fiction Klassiker von Jules Verne denken lassen – 20.000 Meilen unter dem Meer unterwegs mit der Nautilus. „Ich habe inzwischen für meine Exponate eine Lagerhalle angemietet und die platzt auch schon aus allen Nähten!“, verrät der Steampunk Künstler. Mit Leichtigkeit ließe sich ein Dr. Frankenstein-Laboratorium in XXL bestücken und viele andere Themenwelten, begehbare Filmkulissen oder auch ein Experimentierraum für Schulklassen… Aber dafür braucht man eben ein passendes Gebäude, bezahlbar versteht sich! Derzeit Mangelware in Ingolstadt oder jemand eine Idee?

Was man für Steampunk Kunst braucht, sind ausrangierte technische Gerätschaften aus allen Sparten und Zeiten. Dann zerlegt man die Zeitgüter, interpretiert sie neu und so entsteht etwas, das aus jeder Zeit fällt. Zum Beispiel eine Kaffeemaschine im Gehäuse einer oldschool Nähmaschine. Alexander Schlesier ist Diplom Designer, CAD-Formgestalter und Fotograf. In seiner Freizeit kreiert er Steampunk Objekte, eines verrückter und ausgefallener als das andere. Mein Lieblingsstück wurde auf Anhieb der Steampunk Computer, eine Schreibmaschine dient als Tastatur, eine Nähmaschine als Trägertisch. Er schreibt auf altes Packpapier und bedient sich dafür der Technik eines alten Fernschreibers, dem Lorenz LO-15. Der Computer sendet dabei einen 5-Bit Code an den Empfangsmagneten des Schreibers. Dieser druckt daraufhin die gesendeten Informationen rein mechanisch auf Papier. Auch kann der Datensatz kodiert in einen Lochstreifen gestanzt werden. Der Fernschreiber kann über den PC als Schnittstelle aktuelle Daten aus der ganzen Welt empfangen, Emails, Wetter-News, RSS Feeds, ect. und ist in der Lage, Textdokumente zu drucken, die ihm vom Rechner geschickt werden. Irre!

Der Begriff Steampunk (der als solcher erst in den 1980er Jahren geprägt wurde) steht heute für ein multimediales Genre, dessen Wurzeln in der Literatur des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts liegen. Einflussnehmend waren die Werke von Autoren wie Jules Verne oder H. G. Wells, die aus ihrer Zeit heraus futuristische und zugleich phantastische Zukunftswelten beschrieben, die von Abenteurern und teils kuriosen technischen Erfindungen geprägt waren. Das 19. Jahrhundert ist die Zeit der industriellen Re-volution. Die Dampfmaschine erlebt ihre Blütezeit und ist Grundstein für die spä-tere industrielle Entwicklung. Mechanische Uhrwerke werden zu ihrer Präzision gebracht. Es ist auch die Regierungszeit der Königin Viktoria in England (Viktorianische Zeit). Verschiedene frühere Kunststile werden im Historismus und Klassizismus wieder aufgegriffen und vermischt. Ab 1900 sind auch Elemente des Jugendstils prägend.

Der Spirit dieser Zeit und ihrer Geschichten ist auch heute maßgeblich für das Genre, welches sich inzwischen nicht mehr auf die Literatur beschränkt, sondern sich zu einem vielschichtigen, kulturellen Ensemble verzweigt hat – es gibt Steampunk Musik, Festivals, Konzerte, Steampunk Kunst, Ausstellungen oder Computerspiele. Die Ästhetik des Genres fasziniert durch die Verbindung von Bekanntem und Neuem beziehungsweise der Kombination von Ungleichzeitigem.  Es entstehen Werke, die einzigartig und selten reproduzierbar sind. Handwerkliches Geschick, authentische Materialien, Kreativität und Erfindergeist führen zu interessanter Dinglichkeit, die sich abhebt von der uniformen Massenproduktion der Neuzeit. Sie geben dem Betrachter die Möglichkeit, sich in seiner eigenen Phantasie zu verlieren…

„Steampunk ist für mich nicht nur ein Hobby, es ist vielmehr eine Lebenseinstellung. Der „Punk“ im Steampunk ist für mich auch ein Stück weit Kritik an der gegenwärtigen Gesellschaft mit all ihren Zwängen, Einschränkungen, der Uniformität und der Massenproduktion von seelenlosen Billigprodukten. Bei meinen Arbeiten ist es mir wichtig, dass sie nicht immer gänzlich selbsterklärend sind. Ähnlich wie beim Lesen eines Buches soll die Phantasie des Betrachters angeregt werden, der sich zu jedem Objekt seine eigene Geschichte denken kann. Ich fertige Steampunk Kunstobjekte, funktionstüchtige Gerätschaften sowie Requisite für Fotoshootings und Filmaufnahmen. Ich fotografiere auch selbst, verleihe gelegentlich Objekte aus meinem Fundus und nehme an Ausstellungen, Events und einigen Märkten teil.“

Kontakt: Alexander Schlesier, Tel. +49 (0) 151 / 569 307 04, mail@skulls-n-gears.com, Instagram: photography_skulls.n.gears, Facebook: Steampunk Artwork | Skulls n Gears + Photography | Skulls n Gears, www.skulls-n-gears.com