Lebensmittelpaket für Tafelkunden

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Während des bundesweiten Lockdowns gibt die Tafel Ingolstadt e.V an ihre Tafelkunden am 17.02.2021 (Mittwoch) zwischen 10 und 14 Uhr in Ingolstadt ein Lebensmittelpaket aus.

In den Außenstellen Gaimersheim und Kösching findet die Ausgabe am 18.02.2021 (Donnerstag) für Gaimersheim von 16 bis 17 Uhr und für Kösching von 9.30 bis 10.30 Uhr statt.

Weitere Aktionen werden über die Homepage bekanntgegeben. Bürosprechzeiten können derzeit nicht angeboten werden.
Alles Gute und bleiben Sie gesund!

Impfen – mit der richtigen Strategie!

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Becher lädt zur Online-Infoveranstaltung am 16. Februar 2021

Die Impfung gegen das Corona-Virus ist in aller Munde und dabei Bezugspunkt vieler Hoffnungen und Sorgen zugleich. Johannes Becher, grüner Abgeordneter im Landtag für die Landkreise Freising, Erding und Pfaffenhofen lädt deshalb zu einer online-Veranstaltung rund um das Thema Impfung ein. Gemeinsam mit Andreas Krahl, MdL und pflegepolitischer Sprecher, und Florian Siekmann, MdL und europapolitischer Sprecher der grünen Fraktion im Landtag, soll etwas Klarheit in die Materie gebracht werden. Krahl und Siekmann bringen dabei ihre Expertisen aus der Praxis als Fachkrankenpfleger und Biochemiker ein.

Die Abgeordneten informieren über die Impfung gegen Covid19 und erklären die Wirkungsweise der unterschiedlichen Impfstoffe, insbesondere der neuen mRNA-Impfstoffe. Es wird um die Zulassungsverfahren gehen und darum, die wichtigsten Verschwörungserzählungen zu entlarven. Außerdem diskutieren die MdLs mit den Teilnehmenden über die bayerische Impfstrategie, über die Sinnhaftigkeit von Diskussionen um Impfpflichten und darüber, wie man die Impfbereitschaft wirklich steigern kann.

Die Veranstaltung findet online statt. Die Zugangsdaten sind auf der Homepage sowie über die Facebook-Seite von Johannes Becher abrufbar.

Impfen – mit der richtigen Strategie!

Dienstag, 16. Februar 2021 von 20:00 – 21:30 (CET)
Nehmen Sie am Meeting per Computer, Tablet oder Smartphone teil.

Sie können sich auch über ein Telefon einwählen.
Deutschland: +49 721 6059 6510
Zugangscode: 460-799-197

Sie kennen GoToMeeting noch nicht? Installieren Sie jetzt die App, damit Sie für Ihr erstes Meeting bereit sind.

Junge Musikszene Ingolstadt

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Ein Stimmungsbild

Egal, ob bei Konzerten in der Fronte79, bei Bandproben oder DJ-Sessions in den Bandräumen der Halle neun, bei Rap-Contesten der Jugendkulturbox Spot oder bei Großveranstaltungen des Stadtjugendrings, wie dem Jugendkulturfestival TUMULTimKLENZE – OHNE Musik geht es nicht!

HipHop, Jazz, Metal, Pop, Electro – um nur einige Genres der jungen Ingolstädter Musikszene von zu nennen. Doch wie geht es denn jungen Musiker*innen? Wie ist die Lage in der Stadt und wo ist Verbesserungs- oder Unterstützungsbedarf vorhanden – auch nach Ende der Corona-Beschränkungen? Diesen Fragen ist ein Team der drei SJR-Jugendzentren Fronte, neun und Spot auf den Grund gegangen und erstellte hierzu einen entsprechenden Fragebogen, um sich ein Stimmungsbild unter jungen Kulturschaffenden abzuholen. Es nahmen 40 Menschen aus der unmittelbaren Kultur/Musik-Szene an der Umfrage teil, 64,1 % davon aus der Altersgruppe der 14 – 26 Jährigen, d.h. aus der Hauptzielgruppe der kulturellen Arbeit im Bereich der offenen Ingolstädter Jugendarbeit.

Am meisten vertreten waren Bandmitglieder (mit 25%), gefolgt von DJ*anes/ Producer*innen (je 15%), Rapper*innen (13,7%) und Solist*innen (9,6%). Auch Veranstalter*innen (8,2%), Tontechniker*innen (5,5%) und Musiklehrer*innen (2,7%) waren vertreten. Es gibt einige Punkte, die von den Teilnehmenden lobend erwähnt werden, zum Beispiel das Rote Fenster im Tagtraum, die Kunst- und Kulturbastei, das KAP 94, die Kulturoasis e.V., die Einrichtungen des Stadtjugendrings (hier vor allem die Proberäume der Halle neun) und die Open Air Veranstaltungen in der Stadt. Es sind aber auch viele Bedarfe und Kritikpunkte sichtbar geworden. So fehlen nicht nur Proberäume und finanzielle Mittel, sondern auch Auftrittsmöglichkeiten. Dieser Punkt ist im letzten Jahr aus bekannten Gründen komplett untergegangen, aber wir wollen jetzt schon an die Zeit nach der Pandemie denken. Die Kunstschaffenden wünschen sich kleinere Konzerträume, eine breiter aufgestellte Clubszene, niederschwellige Genehmigungsverfahren und Orte, um in den Austausch zu kommen. Als Antwort auf die offene Frage „Das wünsche ich mir…“ kam sehr häufig ein klarer Wunsch an alle Ingolstädter*innen: Unterstützen Sie die verschiedenen Kulturszenen mit Ihrem Interesse nach Kunst und Kultur. Besuchen Sie (sobald es möglich ist) wieder einmal ein Konzert, auch abseits der großen Namen und entdecken Sie die Talente vor Ihrer Tür.

Als nächsten Schritt stellten die SJR-Mitarbeiter*innen ihre Ergebnisse bei einem virtuellen Netzwerktreffen mit weiteren, erwachsenen Vertreter*innen der Musikszenen vor, um dadurch bestehende Strukturen zur Vermittlung und zum Austausch zu nutzen und um der Jugendkulturszene weitere Unterstützung anbieten zu können.

Für Rückfragen oder mögliche O-Töne zum Thema stehen folgende Personen gerne zur Verfügung:

  • Ulrike Treittinger (Pädagogin, Veranstalterin): treittinger@sjr-in.de, mobil 0163/7358710
  • Florian Raith (Musiker, Veranstalter): florian@fr-promotion.de, mobil 0176/64760667
  • Max Albecker (Musiker): mobil 0163/1814581
  • Dennis Eder (alias pergiflyboy): mobil 0151/61342676

Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt

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Ab 15. Februar 2021 Ausstellung „mit abstand am schoensten“
im Außenraum

Das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt (MKK) bespielt den Außenraum mit Kunst, d.h. die Ausstellung des Münchner Fotografen Bernhard Lang ist im ganzen Stadtgebiet von Ingolstadt zu sehen. Auf 25 Aufstellern, die sonst mit Bannern städtische Kulturveranstaltungen ankündigen, werden die preisgekrönten „Aerial Views“ (Größe 2 x 2,40 Meter) gezeigt. Der Titel „mit abstand am schoensten“ verweist sowohl auf die Motivik der Luftaufnahmen wie auf die Regeln, die die Corona-Pandemie den Menschen auferlegt.

„Aerial Views“ in Zeiten von Corona

Manchmal muss man die Dinge mit Abstand betrachten, um eine neue Perspektive zu gewinnen und ihre Schönheit zu entdecken. Ein Meister dieser Kunst ist der in München lebende Fotograf Bernhard Lang, der seit 2010 die Oberfläche unserer Erde in seinen „Aerial Views“ festhält. Dafür lässt er sich in waghalsigen Hubschrauberflügen in die Lüfte heben, um nur locker angeschnallt bei geöffneten Türen den Auslöser seiner Kamera zu drücken. Im 90-Grad-Winkel entstehen faszinierende Luftbilder, die die vom Menschen gemachten Strukturen, Raster und Farbenspiele der Areale eindrücklich offenbaren. Die Ausstellung löst ähnliche gegensätzliche Gefühls- und Gemütszustände aus, wie sie viele Menschen unter der sozialen Distanz empfinden: Einsamkeit, Leere, Angst, Resignation, Wut und Trauer genauso wie Konzentration, Ablenkung, Zerstreuung, Sehnsucht oder Fernweh.

Einladung zum Stadtspaziergang

Anlehnend an eine solche Ambivalenz haben sich Bernhard Lang und das MKK dazu entschieden, die Aufsteller beidseitig mit Fotografien zu bespielen. Durch die daraus resultierenden Kombinationen, die es zuvor derart noch nie gegeben hat, eröffnen sich neue Bezüge und eine besondere Spannung. Aus den zusammengestellten Paaren ergibt sich ein dialogisches Verhältnis aus Vorder- und Rückseite, die bei den Betrachter*innen Assoziationen wie Ruhe und Lärm, Leere und Fülle oder Stillstand und Bewegung anregt. Unterhalb der Bilder befindet sich ein QR-Code, der via Smartphone zu weiteren Informationen zu Bernhard Lang und seinem Werk leitet.

Bernhard Lang; AV_WINTER_006, 2010; © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Bernhard Lang; CRATE_STACKS_010, 2019; © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Bernhard Lang, AV_ADRIA_022, 2014; © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Bernhard Lang; AV_TULIP FIELDS_014, 2016; © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Bernhard Lang; MIAMI_II_002, 2015; © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Bernhard Lang; AV_SOLAR_PLANTS_011, 2018; © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Bernhard Lang; AV_Versilia_002, 2017; © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Bernhard Lang (*1970 in Crailsheim) ist seit 2000 freischaffender Fotograf in München. Ausgebildet als Werbefotograf ist er heute für zahlreiche nationale wie internationale Agenturen, Kunden und Magazine aktiv. Mit den „Aerial Views“ verfolgt er seit 2010 sein eigenes künstlerisches Projekt. Mit diesem hat Bernhard Lang zahlreiche Preise gewonnen wie 2015 den begehrten Sony World Photography Award oder ganz aktuell den in Fotokreisen bekannten ND Award. Seine Arbeiten wurden bspw. in Medien wie Times Magazine, The Washington Post, The Guardian, CNN, mare, Stern oder art magazin publiziert. 2021 wird National Geographic einen Bildband seiner „Aerial Views“ veröffentlichen.

Bernhard Lang

Die Sparte X kommt!

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Das Stadttheater Ingolstadt wird digitaler und hat hierfür eine neue Sparte gegründet: die Sparte X! Hier werden Sie künftig Serien, Shows, Trailer und vieles mehr finden und in eine digitale Theaterwelt abtauchen können. Um optimale Bedingungen für diese Projekte zu haben, gibt es für die Sparte X auch eine neue Webseite: www.theater-x-ingolstadt.de.

Diese Webseite wird am Sonntag, 14. Februar, das erste Mal live gehen. Ab dann können Sie nach Lust und Laune durch die digitalen Produktionen stöbern. Dort finden Sie beispielsweise die kostenlose Serie „DASHAUS“ mit Marc-Simon Delfs, Sarah Horak, Peter Rahmani und Matthias Zajgier. Oder Sie schauen sich am Mittwoch, 17. Februar die erste digitale „literalounge“ live in der Vollversion an! Auch die digitale Fassung der Produktion „Der Sandmann“ unter der Regie von Alexander Nerlich wird dort zu finden sein. Sie sehen, es gibt einiges zu entdecken! Also schauen Sie doch am Sonntag mal vorbei auf www.theater-x-ingolstadt.de!

Reise nach Wohnanien

Beim digitalen Gastspiel „Homewalk – Eine Reise nach Wohnanien“ der Gruppe Pulk Fiktion handelt es sich um einen Telefon-Audiowalk, der neue Orte und Pfade durch die Landschaften der eigenen Wohnung sowie der Wohnungen der Mitspieler*innen erschafft. Das Ganze findet über die Jitsi Meet App am Handy statt und wird live moderiert. Der „Homewalk“ hinterfragt spielerisch die Bedingungen unseres Wohnens, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten und setzt uns ins Verhältnis zueinander. Pro Termin können je zwei Kinder aus verschiedenen Haushalten teilnehmen. Die Altersempfehlung hierfür ist 10-12 Jahre.

  • Samstag 13. Februar, 16 Uhr und 17 Uhr
  • Sonntag, 14. Februar, 11 Uhr und 16 Uhr
  • Freitag, 26. Februar, 17 Uhr
  • Samstag, 27. Februar, 16 Uhr
  • Freitag, 19. März, 17 Uhr
  • Samstag, 20. März, 16 Uhr und 17 Uhr
  • Sonntag, 21. März, 11 Uhr und 16 Uhr

Tickets und weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Webseite.

Rückkehr der literalounge 2.0

Wem fehlt Donald Berkenhoffs Bücherschau genauso sehr wie uns? Die Zeit des Trübsals ist vorbei – denn am 17. Februar kehrt die literalounge endlich zurück – live und in voller Länge. Um 20 Uhr werden Moderator Donald Berkenhoff (zugeschaltet aus Berlin) sowie die Schauspieler*innen Jan Beller, Jan Gebauer, Ralf Lichtenberg und Teresa Trauth vier interessante Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt vorstellen.

Die literalounge ist kostenlos und wird auf www.theater-x-ingolstadt.de zu sehen sein.

GRÜNES INGOLSTADT zu Fuß erkunden

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Wer verspürt auch den Drang, den eigenen vier Wänden zu entfliehen, Sonne und Wind zu spüren und die Natur zu genießen? Na, dann los! Die Füße kann man sich ja unter Einhaltung aller Hygiene- und Sicherheitsvorschriften ganz wunderbar vertreten. Das Angebot ist groß, daher gibt die Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH zukünftig im zweiwöchigen Rhythmus immer freitags auf ihrer Homepage, der Facebookseite und auf Instagram Tipps für einen perfekten (Wochenend)Spaziergang. Das Team der ITK bedient mit dieser Ausweitung des Freizeitangebotes einen Trend, der sich in der Corona-Situation entwickelt hat. Nicht nur Tagesausflügler, Urlauber, Tagungs- und Geschäftsreisende, sondern eben auch Einheimische wollen verstärkt das grüne Ingolstadt mit seinen versteckten Ecken und Geheimnissen zu Fuß erkunden. Auf in den Großstadtdschungel!

ASAP Gruppe launcht Podcast-Format

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W’ASAP? Der ASAP Podcast! Am 02. Februar 2021 startete die ASAP Gruppe, Entwicklungspartner der Automobilindustrie, ihr neues Podcast-Format: Jeden Monat neu und kompakt auf den Punkt gebracht bietet der Podcast Informationen zu Projekten, News und die besten Stories von und mit den Menschen bei ASAP. Eben alles, was die ASAP Gruppe bewegt und in Bewegung bringt. Die ersten Folgen sind bereits verfügbar: Zum Auftakt haben vier ASAP Mitarbeitende, darunter drei Geschäftsführer, Einblicke in die Themen Transformation der Arbeitswelt, Networking, Karriere ohne Studium und Sabbatical gegeben. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie den ASAP Podcast auf Spotify, Apple Podcasts & Co. oder auf asap.podigee.io.

LICHT 2.0

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LICHTKUNST

LICHT KUNST VOM 29. NOVEMBER 2020 BIS 10. JANUAR 2021 IN PFAFFENHOFEN

Zwei Ingolstädter Künstler nehmen an der im Außenbereich angelegten Ausstellung des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins, kuratiert von Steffen Kopetzky, teil. Weihnachtsmärkte gibt es in diesem Jahr keine und auch sonst steuern wir auf ein eher düsteres Fest zu. Mit Lichtkunst, Kinetik und Projektionen positioniert die Stadt Pfaffenhofen in der Innenstadt ein „LICHT AM ENDE DES TUNNELS“, so auch der gleichnamige Titel des Ingolstädter Licht-Künstlers MARKUS JORDAN für seine Installation.

Markus Jordan und Victor Cartagena im Atelier Jordan, Foto: Sonja Hein

Der mehrfach ausgezeichnete „Lichtalchemist“ Jordan, der seit 1996 mit dem Medium Licht arbeitet, hat hierfür einen 4 x 4 m großen rotierenden Kubus erschaffen, auf dessen Oberfläche fluoreszierende Fäden einen Zylinder erzeugen, der sich zu einem Hyperboloid und wieder zurück verformt. Platziert im düsteren Bereich des Ilmufers, kann die Installation ihre magische Wirkung entfalten, besticht durch die Wirkung aus der Ferne und beeindruckt durch ihre Dimension aus nächster Nähe. Das Spiel mit der Perspektive lässt im Betrachter ein Gefühl aufkommen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Weitere Infos unter www.jordanoptix.de

LICHT AM ENDE DES TUNNELS, Markus Jordan, Foto: © Marus Jordan

Der multidisziplinäre Künstler VICTOR D. CARTAGENA (San Francisco, CA) begann seine Karriere in den frühen 1980er Jahren, seither zeigte er seine Werke in Galerien und Museen in zahlreichen Staaten der USA, Lateinamerika, Japan und Europa. Seine Arbeiten wurden in vielen privaten sowie Kunstsammlungen von Museen aufgenommen. In den USA wurde er wiederholt mit hochdotierten Kunstpreisen ausgezeichnet. Man findet seine Karriere dokumentiert in unzähligen Publikationen weltweit. Er lebt seit August 2020 in Ingolstadt und ist aktives Mitglied im BBK Obb. Nord Ingolstadt e.V. sowie im Kultur Kap e.V. Ingolstadt. In der LICHT 2.0 bespielt er zwei Orte. Den Hungerturm, den er in einen „SCHULDENTURM“ verwandelt: Beleuchtet von innen, konfrontieren den Betrachter aus allen Fenstern die Blicke der Gefangenen, gleichsam Zeugen innerer Kämpfe und stellvertretend für alle Opfer einer kapitalistisch geprägten Welt, in der der Reichtum weniger auf der Armut, Verschuldung und Ausbeutung vieler beruht. Zwei winzige Scharten im unteren Bereich des Turms geben den Blick frei auf eine herzartige Skulptur, der intonierte Herzschlag untermauert den beklemmenden Eindruck dieser sozialkritischen Installation.

SCHULDENTURM,Victor Cartagena, Foto: © Orazio Misuri

Teil II befindet sich an der Galerie Ars Videndi: „EXODUS“. Hier zeigt der Künstler in einer Lichtprojektion Gesichter von Menschen, die gezwungen sind aufgrund globaler ökonomischer Katastrophen ihre Heimat zu verlassen. Lesen Sie mehr unter www.victor-d-cartagena.com

TEXT:  Sonja Hein

EIN JAHRESRÜCKBLICK

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DAS STADTMUSEUM IM CORONAJAHR

PETRA VOLKWEIN IM GESPRÄCH MIT DER MUSEUMSDIREKTORIN, DR. BEATRIX SCHÖNEWALD

2020 war ein schwieriges Jahr für die Museumslandschaft. Es hat höchste Flexibilität von Ihnen verlangt? Das stimmt in der Tat, Flexibilität ist aber auch etwas, was wir in den Jahren zuvor immer schon haben mussten, sei es Haushaltslage oder Pandemie, trotzdem ist es so, dass man neben der Freude an der Arbeit auch die Flexibilität entwickelt. Für 2020 war die Eröffnung des Fleißer-Hauses geplant, die wegen der Pandemie von Mai auf Oktober verschoben werden musste. Eröffnungen zu verschieben ist nicht unbedingt schlecht, denn so konnten wir durch die Verzögerung etwas mehr machen. Flexibilität heißt bei uns von heute auf morgen im Programm umschalten, von Öffentlichkeitsarbeit auf den Innendienst. Wer die letzten Jahre verfolgt hat, weiß, dass Innendienst der Museumsarbeit durchaus guttut. Wir sind in uns gegangen, hatten keine Besucher und so viel Zeit, unser Museum gründlich aufzuräumen! Und das habe ich wirklich geschätzt. Man findet Dinge wieder, die man vor Jahren angekauft und fast vergessen hatte und kann sich in Ruhe damit auseinandersetzen. Wir konnten drei Monate lang eine Art Nabelschau betreiben. Das passt schon, aber wir alle sind auch froh, wenn der Außendienst wieder beginnt, weil ein Museum ja nicht nur aus Inventar besteht, sondern aus dem Dialog mit den Besucher*innen. Die nötige Flexibilität zu bewahren und den Optimismus nicht zu verlieren, das wird mit jedem Tag ohne Publikumsverkehr schwieriger. Das heißt, in der Rückschau kann man positiv sagen, wir konnten aktiv an einer Museumsöffnung arbeiten, wir hatten die Möglichkeit, uns wirklich auf diese Aufgabe zu konzentrieren, aber leider mussten wir drei Wochen nach der Eröffnung schon wieder schließen.

Es fehlen aber nicht nur die erwachsenen Besucher, auch die Schüler, die normalerweise herkommen, um lebendigen Heimat- und Sachkundeunterricht zu vertiefen und Geschichte zu erleben, dürften ebenfalls ausgeblieben sein? Also, die Schulen fallen schon sehr ins Gewicht, einerseits für die Besucherzahlen, andererseits vermissen wir den Austausch mit den Lehrkräften, den Schüler*innen. Ich wage zu prognostizieren, dass man da mindestens eineinhalb Jahre Ausfall hat – in Anbetracht dessen, was sich in der Stadt und der Umgebung ereignet hat. Die Identität, auch die Vermittlung wird immer schwieriger. Man kann es im Unterricht sagen, aber am besten ist es doch, vor Ort in der Innenstadt, der Altstadt, den historischen Bauten wie dem Münster, dem Schloß, der Hohen Schule, aber auch hier im Stadtmuseum Geschichte zu erleben. Über Streaming kann ich das nicht vermitteln, ich brauche das Original, ich brauche das räumliche Sehen, Denken, Fühlen von dem, was war und das geht uns so richtig ab.

Gibt es noch etwas, dass Sie vermisst haben, weil es im zu Ende gehenden Jahr nicht möglich war? Ja. Unsere Ausstellungen so durchzuführen, wie sie geplant waren. Die Historismus Ausstellung, wo wir Ingolstadt in den späten 90er Jahren des 19. Jahrhunderts zeigen wollten, eine Scharnierzeit der Ingolstädter Geschichte, so etwas nicht zeigen zu können, tut richtig weh, weil wir uns ja darauf vorbereitet haben und mitten im Lauf ausgebremst wurden. Was ich auch sehr bedaure, sind die ausgefallenen Konzerte im Bauerngerätemuseum in Hundszell, die Märkte dort, die Volksmusik oder die Reihe „Tango mit der Ziach“, ebenso wie die Konzerte hier im Haus. Das stimmt traurig, wenn man Außerordentliches wie die Nacht der Museen in allen Häusern, die Vorträge und all das, was als Begleitung zu Dauerausstellungen ein Museum ausmacht, nicht durchführen kann.

Sie haben gerade die verschiedenen Örtlichkeiten, die Sie als Direktorin des Stadtmuseums bespielen, erwähnt – wie sehen denn die Pläne für das kommende Jahr aus? Auf dem Plan stehen natürlich die aufgeschobenen Projekte aus diesem Jahr, aber auch neue Ideen mit einer Künstlerin aus der Region, die das Thema Kunst und Frauen bearbeitet. Es wird darum gehen, das Fleißerhaus museumspädagogisch zu präsentieren, mit den ganzen Facetten für Schulen. Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch die NS-Forschung – das Gedenken und Erinnern darf nicht abbrechen. Wir werden mit einer hervorragenden Ausstellung dieses Thema weiterentwickeln. Der Titel lautet „KZ überlebt“ mit Fotografien von Stefan Hanke. Zwischen Kinderbuchautorin und Gedenken an die NS-Opfer zeigen wir die ganze Bandbreite, die das Leben ebenso wie die Gesellschaft prägt, und die ein Museum leisten kann. Wir hoffen, all diese Facetten wieder bespielen zu dürfen, im Haupthaus und im Fleißerhaus. Das Bauerngerätemuseum mit der Veranstaltungshalle ist eine Kategorie für sich.

ANMERKUNG: ANMERKUNG: Die Autorin hofft, dass die Pläne im kommenden Jahr umgesetzt werden können…

TEXT: Petra Volkwein, FOTOS: © Stadt Ingolstadt / Gebhard, Schalles + Roessle

CITICON 107 ist online!

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Wussten Sie eigentlich, dass es trotz Corona und Lockdown ein Ingolstädter Christkind gibt? Es will Licht und Hoffnung in diese schwierige Zeit bringen.  Ist Ihnen bewusst, dass Vögelfüttern eine schöne Beschäftigung ist, aber mit Bedacht gemacht werden sollte? Brauchen Sie noch ein paar Geschenkideen für Weihnachten oder eine Anleitung, wie man sich einen Christbaum auch selber bauen könnte? Wir haben für Sie ein letztes Mal im Jahr 2020 viele nützliche Tipps und Anregungen zusammengetragen und wünschen allen Lerser*innen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund! Wir sehen uns im Februar 2021 wieder…