Junge Musikszene Ingolstadt

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Ein Stimmungsbild

Egal, ob bei Konzerten in der Fronte79, bei Bandproben oder DJ-Sessions in den Bandräumen der Halle neun, bei Rap-Contesten der Jugendkulturbox Spot oder bei Großveranstaltungen des Stadtjugendrings, wie dem Jugendkulturfestival TUMULTimKLENZE – OHNE Musik geht es nicht!

HipHop, Jazz, Metal, Pop, Electro – um nur einige Genres der jungen Ingolstädter Musikszene von zu nennen. Doch wie geht es denn jungen Musiker*innen? Wie ist die Lage in der Stadt und wo ist Verbesserungs- oder Unterstützungsbedarf vorhanden – auch nach Ende der Corona-Beschränkungen? Diesen Fragen ist ein Team der drei SJR-Jugendzentren Fronte, neun und Spot auf den Grund gegangen und erstellte hierzu einen entsprechenden Fragebogen, um sich ein Stimmungsbild unter jungen Kulturschaffenden abzuholen. Es nahmen 40 Menschen aus der unmittelbaren Kultur/Musik-Szene an der Umfrage teil, 64,1 % davon aus der Altersgruppe der 14 – 26 Jährigen, d.h. aus der Hauptzielgruppe der kulturellen Arbeit im Bereich der offenen Ingolstädter Jugendarbeit.

Am meisten vertreten waren Bandmitglieder (mit 25%), gefolgt von DJ*anes/ Producer*innen (je 15%), Rapper*innen (13,7%) und Solist*innen (9,6%). Auch Veranstalter*innen (8,2%), Tontechniker*innen (5,5%) und Musiklehrer*innen (2,7%) waren vertreten. Es gibt einige Punkte, die von den Teilnehmenden lobend erwähnt werden, zum Beispiel das Rote Fenster im Tagtraum, die Kunst- und Kulturbastei, das KAP 94, die Kulturoasis e.V., die Einrichtungen des Stadtjugendrings (hier vor allem die Proberäume der Halle neun) und die Open Air Veranstaltungen in der Stadt. Es sind aber auch viele Bedarfe und Kritikpunkte sichtbar geworden. So fehlen nicht nur Proberäume und finanzielle Mittel, sondern auch Auftrittsmöglichkeiten. Dieser Punkt ist im letzten Jahr aus bekannten Gründen komplett untergegangen, aber wir wollen jetzt schon an die Zeit nach der Pandemie denken. Die Kunstschaffenden wünschen sich kleinere Konzerträume, eine breiter aufgestellte Clubszene, niederschwellige Genehmigungsverfahren und Orte, um in den Austausch zu kommen. Als Antwort auf die offene Frage „Das wünsche ich mir…“ kam sehr häufig ein klarer Wunsch an alle Ingolstädter*innen: Unterstützen Sie die verschiedenen Kulturszenen mit Ihrem Interesse nach Kunst und Kultur. Besuchen Sie (sobald es möglich ist) wieder einmal ein Konzert, auch abseits der großen Namen und entdecken Sie die Talente vor Ihrer Tür.

Als nächsten Schritt stellten die SJR-Mitarbeiter*innen ihre Ergebnisse bei einem virtuellen Netzwerktreffen mit weiteren, erwachsenen Vertreter*innen der Musikszenen vor, um dadurch bestehende Strukturen zur Vermittlung und zum Austausch zu nutzen und um der Jugendkulturszene weitere Unterstützung anbieten zu können.

Für Rückfragen oder mögliche O-Töne zum Thema stehen folgende Personen gerne zur Verfügung:

  • Ulrike Treittinger (Pädagogin, Veranstalterin): treittinger@sjr-in.de, mobil 0163/7358710
  • Florian Raith (Musiker, Veranstalter): florian@fr-promotion.de, mobil 0176/64760667
  • Max Albecker (Musiker): mobil 0163/1814581
  • Dennis Eder (alias pergiflyboy): mobil 0151/61342676