Beiträge

LICHT 2.0

,

LICHTKUNST

LICHT KUNST VOM 29. NOVEMBER 2020 BIS 10. JANUAR 2021 IN PFAFFENHOFEN

Zwei Ingolstädter Künstler nehmen an der im Außenbereich angelegten Ausstellung des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins, kuratiert von Steffen Kopetzky, teil. Weihnachtsmärkte gibt es in diesem Jahr keine und auch sonst steuern wir auf ein eher düsteres Fest zu. Mit Lichtkunst, Kinetik und Projektionen positioniert die Stadt Pfaffenhofen in der Innenstadt ein „LICHT AM ENDE DES TUNNELS“, so auch der gleichnamige Titel des Ingolstädter Licht-Künstlers MARKUS JORDAN für seine Installation.

Markus Jordan und Victor Cartagena im Atelier Jordan, Foto: Sonja Hein

Der mehrfach ausgezeichnete „Lichtalchemist“ Jordan, der seit 1996 mit dem Medium Licht arbeitet, hat hierfür einen 4 x 4 m großen rotierenden Kubus erschaffen, auf dessen Oberfläche fluoreszierende Fäden einen Zylinder erzeugen, der sich zu einem Hyperboloid und wieder zurück verformt. Platziert im düsteren Bereich des Ilmufers, kann die Installation ihre magische Wirkung entfalten, besticht durch die Wirkung aus der Ferne und beeindruckt durch ihre Dimension aus nächster Nähe. Das Spiel mit der Perspektive lässt im Betrachter ein Gefühl aufkommen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Weitere Infos unter www.jordanoptix.de

LICHT AM ENDE DES TUNNELS, Markus Jordan, Foto: © Marus Jordan

Der multidisziplinäre Künstler VICTOR D. CARTAGENA (San Francisco, CA) begann seine Karriere in den frühen 1980er Jahren, seither zeigte er seine Werke in Galerien und Museen in zahlreichen Staaten der USA, Lateinamerika, Japan und Europa. Seine Arbeiten wurden in vielen privaten sowie Kunstsammlungen von Museen aufgenommen. In den USA wurde er wiederholt mit hochdotierten Kunstpreisen ausgezeichnet. Man findet seine Karriere dokumentiert in unzähligen Publikationen weltweit. Er lebt seit August 2020 in Ingolstadt und ist aktives Mitglied im BBK Obb. Nord Ingolstadt e.V. sowie im Kultur Kap e.V. Ingolstadt. In der LICHT 2.0 bespielt er zwei Orte. Den Hungerturm, den er in einen „SCHULDENTURM“ verwandelt: Beleuchtet von innen, konfrontieren den Betrachter aus allen Fenstern die Blicke der Gefangenen, gleichsam Zeugen innerer Kämpfe und stellvertretend für alle Opfer einer kapitalistisch geprägten Welt, in der der Reichtum weniger auf der Armut, Verschuldung und Ausbeutung vieler beruht. Zwei winzige Scharten im unteren Bereich des Turms geben den Blick frei auf eine herzartige Skulptur, der intonierte Herzschlag untermauert den beklemmenden Eindruck dieser sozialkritischen Installation.

SCHULDENTURM,Victor Cartagena, Foto: © Orazio Misuri

Teil II befindet sich an der Galerie Ars Videndi: „EXODUS“. Hier zeigt der Künstler in einer Lichtprojektion Gesichter von Menschen, die gezwungen sind aufgrund globaler ökonomischer Katastrophen ihre Heimat zu verlassen. Lesen Sie mehr unter www.victor-d-cartagena.com

TEXT:  Sonja Hein